Formel 1 in Miami: Neue Regeln, Start-Prozedur und ein Schiff
Formel 1 in Miami: Neues beim Qualifying, Start und Strecke

Die Formel 1 ist zurück – und sie präsentiert sich mit zahlreichen Neuerungen. Nach einer erzwungenen Pause aufgrund des Krieges im Nahen Osten, in der die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien gestrichen wurden, fand im gesamten April kein Grand Prix statt. Das letzte Rennen vor der Unterbrechung war Ende März in Japan. Nun steht der Grand Prix von Miami an, der am Sonntag um 22 Uhr live bei Sky und im Liveticker bei BILD.de übertragen wird. Der Automobil-Weltverband FIA hat in der Pause mehrere Regeländerungen beschlossen, die ab Miami umgesetzt werden. Diese reagieren auf Kritik der Fahrer und zielen darauf ab, das Rennen spannender und sicherer zu machen. Auch die Strecke rund um das Hard Rock Stadium, Heimat des NFL-Teams Miami Dolphins, hat einige Veränderungen erfahren.

Neue Regeln für das Qualifying

Im Qualifying wurde das Limit für die Energierückgewinnung pro Runde von 9 auf 7 Megajoule gesenkt. Bereits in Japan war eine Reduzierung auf 8 Megajoule erfolgt. Diese Maßnahme soll den Vollgas-Anteil erhöhen, da die Fahrer weniger Energie aufladen müssen und somit weniger „Lift-and-Coast“ betreiben. Dadurch wird das gefürchtete „Superclipping“ reduziert, bei dem der Verbrennermotor auf Geraden die Batterie auflädt und das Auto an Geschwindigkeit verliert. Gleichzeitig wurde die maximal erlaubte Superclipping-Leistung von 250 kW auf 350 kW erhöht. Dies verkürzt die Ladezeit und ermöglicht den Fahrern, sich weniger auf das Energiemanagement konzentrieren zu müssen – für mehr echte Renn-Action.

Anpassungen am Boost-Knopf und Batterieabgabe

Der in dieser Saison neu eingeführte Boost-Knopf wurde ebenfalls angepasst. Grund war der Unfall von Oliver Bearman und Franco Colapinto in Suzuka, bei dem der Brite aufgrund eines enormen Geschwindigkeitsüberschusses die Kontrolle verlor. Die maximale Zusatzleistung wird nun auf +150 kW begrenzt. Auch das allgemeine Abgabe-Limit der Batterie wurde reduziert: Auf bestimmten Streckenteilen, abgesehen von wichtigen Beschleunigungszonen, liegt die Grenze nun bei 250 kW statt 350 kW.

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Neue Startprozedur für mehr Sicherheit

Um gefährliche Situationen beim Start zu vermeiden, führt die FIA ein neues Sicherheitssystem ein: die „Low Power Start Detection“. Dieses System erkennt, falls ein Auto beim Start zu langsam beschleunigt, und setzt automatisch zusätzliche Elektro-Energie frei, damit der Wagen sicher anfährt. Zudem beginnen alle Warnleuchten am Fahrzeug zu blinken. In Miami wird diese Prozedur zunächst getestet und anschließend angepasst.

Strecke: Ein nachgebautes Kreuzfahrtschiff

Die Strecke in Miami ist bekannt für ihre „Fake Marina“ – aufgemalte Wasserflächen auf dem Asphalt. In diesem Jahr gehen die Veranstalter noch einen Schritt weiter: Zwischen den Kurven 5 und 9 wurde ein nachgebautes Kreuzfahrtschiff aufgestellt. Der „MSC Yacht Club“ ist 80 Meter lang, 29 Meter breit und 15 Meter hoch. Es erstreckt sich über vier Etagen mit Pools, Bars, DJs und einem Lounge-Bereich. Hinzu kommen private Cabanas und ein Butler-Service. Für zahlungskräftige Gäste bietet sich damit eine völlig neue Möglichkeit, die Formel 1 zu erleben.

Der Grand Prix von Miami findet zum fünften Mal statt, vier Wochen nach dem Finale der Miami Open und knapp sieben Wochen vor der Fußball-WM, bei der im Hard Rock Stadium sieben Spiele ausgetragen werden. Das Rennen verspricht aufgrund der Neuerungen Spannung pur.

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