Kuriose Panne bei Bundesliga-Pressekonferenz: Freiburg-Coach vermisst
Nach dem spannenden Bundesliga-Spiel zwischen St. Pauli und dem SC Freiburg, das die Gäste mit 2:1 für sich entschieden, entwickelte sich eine ungewöhnliche Situation. Während die erhitzten Gemüter auf dem Platz langsam abkühlten, wartete man in der Pressekonferenz vergeblich auf einen wichtigen Akteur.
Leerer Stuhl statt Freiburg-Trainer
Als die Pressekonferenz nach der Partie beginnen sollte, fehlte ausgerechnet der siegreiche Freiburg-Coach Julian Schuster (40). Normalerweise spricht der Trainer der Gästemannschaft als Erster - doch diesmal blieb sein Platz unbesetzt. St. Pauli-Trainer Alexander Blessin (52) begann mit ironischen Worten: „Herzlichen Glückwunsch an Julian...“ - oder besser gesagt an den leeren Stuhl seines Kollegen.
Überraschendes Auftauchen nach Minuten
Die Situation wurde noch kurioser, als Blessins Spielanalyse und die ersten Journalistenfragen bereits über eine Minute im Gange waren. Plötzlich stand Julian Schuster in der Tür, sichtlich verlegen über sein ungewöhnliches Zuspätkommen. „Soll ich jetzt noch kommen?“, fragte der überraschte Freiburger. Blessin reagierte humorvoll: „Ja klar, komm hoch, ich habe heute Abend nichts mehr vor.“ Damit begann praktisch Teil zwei der Pressekonferenz.
Entschuldigung und Erklärung
Schuster entschuldigte sich umgehend für die Umstände und erklärte den Grund für sein Fernbleiben: „Es war nicht ganz so einfach, weil wir einen Flug-Slot haben, wo die Mannschaft schnell nach Hause muss. Ich bleibe hier, wir haben morgen Bundesliga-Trainertagung in Düsseldorf.“
Interessant war Blessins Reaktion auf die Frage, ob er das Fehlen seines Kollegen als respektlos empfinde: „Ich unterstelle da nichts Böses, ich kenne Julian. Es wird einen triftigen Grund haben.“ Gleichzeitig gab er zu: „Ist mir jetzt selbst noch nicht passiert.“
Emotionale Momente und wichtige Punkte
Der St. Pauli-Coach nutzte die Gelegenheit auch, um seine Schiedsrichterkritik im TV direkt nach der Partie zu relativieren: „Die Aussage, die ich bei DAZN getätigt habe, ist jetzt nicht unbedingt so clever. Es ist aus der Emotion, das muss man mir dann auch zugestehen. Hier geht's um echt extrem viel.“
Tatsächlich stand für beide Teams viel auf dem Spiel: Für St. Pauli ging es um den Klassenerhalt in der Bundesliga, für Freiburg um die internationalen Geschäfte in der nächsten Saison.
Wiedersehen bereits in Sicht
Beide Trainer werden sich übrigens schon am Montagmorgen wieder begegnen - im frühen Flugzeug von Hamburg nach Düsseldorf zur Bundesliga-Trainertagung. Ob dann beide pünktlich erscheinen werden, bleibt abzuwarten. Die kuriosen Minuten der Pressekonferenz werden beiden sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben als manches Spielereignis.
Die ungewöhnliche Situation zeigt, dass auch im professionellen Fußballbetrieb menschliche Pannen vorkommen können - und wie wichtig Humor und Verständnis im Umgang damit sind. Während die Spieler bereits auf dem Rückflug nach Freiburg waren, musste ihr Trainer noch die Pressekonferenz nachholen und sich für sein ungewolltes Fernbleiben erklären.



