Fürths Trainer Heiko Vogel (50) hat mit seiner Mannschaft beim 3:0-Sieg über Düsseldorf schier Unglaubliches geschafft und trotzdem noch nichts erreicht. Schließlich muss Fürth für den endgültigen Klassenerhalt jetzt in der Relegation noch Drittligist Rot-Weiß Essen aus dem Weg räumen. Vogel: „Die Tür ist offen, jetzt müssen wir durchgehen.“
Gute Erinnerungen an Elversberg
Der Erfolg im Saisonfinale war für viele ein Wunder-Sieg. Fürth stand wegen der schlechten Ausgangsposition (es musste ein Sieg mit drei Toren Abstand sein) schon fast als sicherer Absteiger fest. Für den nicht für möglich gehaltenen Erfolg hat der Kleetblatt-Coach in die Psycho-Trickkiste gegriffen. Vogel verrät: „Ich bin ja ein bisschen abergläubisch. Wenn ich eine Teamsitzung mache, speichere ich diese dann unter dem Datum ab. Und welche Sitzung hatte ich als Vorlage genommen? Diejenige vom Elversberg-Spiel, weil wir da gut waren.“
Im März hat Fürth den Bundesliga-Aufsteiger mit einer überzeugenden Leistung 2:0 geschlagen. Die Erinnerung an damals scheint den Spielern Beine gemacht zu haben. Vogel: „Wir leben, weil meine Mannschaft fulminant ist. Die Jungs sind mega. Für mich keine Überraschung, weil ich sehe, wie es unter der Woche war, wie sie gearbeitet haben. Großes Kompliment, großes Lob. Wir haben uns neues Leben eingehaucht, es sind noch einmal zwei Endspiele, da wollen wir unsere Chance nutzen.“
Die Mannschaft zeigte eine beeindruckende Leistung und bewies Moral. Nun gilt es, die Euphorie mit in die Relegation zu nehmen. Vogel ist zuversichtlich: „Wir haben gezeigt, dass wir mit Druck umgehen können. Jetzt müssen wir die gleiche Einstellung zeigen und alles geben.“



