Bitterer Abschied: Leon Goretzkas letzter Klassiker endet mit nur drei Minuten Einsatzzeit
Goretzkas letzter Klassiker: Nur drei Minuten Einsatz

Enttäuschende Verabschiedung: Goretzkas letzter Klassiker mit minimaler Spielzeit

Leon Goretzka wird den FC Bayern München im Sommer ablösefrei verlassen. Der 31-jährige Nationalspieler aus Bochum hatte sich besonders auf seinen letzten großen Klassiker gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund gefreut. Doch Trainer Vincent Kompany hatte andere Pläne für den erfahrenen Mittelfeldspieler.

Vorfreude und Ernüchterung

Noch am Mittwoch vor dem Spiel hatte Goretzka seine Begeisterung für das Derby zum Ausdruck gebracht: „Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf das Spiel. Ich komme ja auch aus dem Ruhrgebiet, ich komme aus Bochum und dementsprechend sind die Spiele gegen den BVB für mich schon immer etwas Besonderes gewesen.“ Doch diese Vorfreude sollte schnell der Ernüchterung weichen.

Während seine Mannschaftskollegen auf dem Platz um den 3:2-Sieg kämpften, verbrachte Goretzka fast die gesamte Spielzeit auf der Ersatzbank. Erst in der 92. Spielminute, als der Sieg bereits sicher schien, brachte Kompany den Mittelfeldspieler für Matchwinner Joshua Kimmich ins Spiel. Nach lediglich etwa 180 Sekunden auf dem Rasen war Goretzkas letzter Klassiker dann bereits wieder Geschichte.

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Grimmige Stimmung nach dem Spiel

Die Enttäuschung war dem Nationalspieler nach dem Spiel deutlich anzusehen. Als er den Kabinengang des Westfalenstadions verließ, wirkte er eher grimmig und ging direkt zu einem bereitgestellten Kleinbus. Vermutlich fuhr er in seine Heimat nach Bochum, zumal am Sonntag bei Bayern trainingsfrei war.

Die mäßige Laune des Spielers ist durchaus verständlich. Vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann, der den Klassiker von der Tribüne aus verfolgte, hätte Goretzka natürlich gerne mehr von sich gezeigt. Sky-Experte Lothar Matthäus hatte erst kürzlich für eine Nominierung Goretzkas für die anstehende Weltmeisterschaft geworben: „Leon ist meiner Meinung nach ein fixer Teil der Weltmeisterschaftsmannschaft oder des Kaders.“

WM-Chancen schwinden

Doch für eine WM-Teilnahme muss der Mittelfeldspieler in den kommenden Wochen deutlich mehr Spielpraxis sammeln. Mit lediglich dreiminütigen Kurzeinsätzen wird es höchstwahrscheinlich nicht für eine Nominierung in den deutschen WM-Kader reichen. Die verbleibende Saisonzeit wird somit entscheidend für Goretzkas internationale Zukunft.

Der bittere Beigeschmack dieses letzten Klassikers wird dem Bochumer wohl noch länger in Erinnerung bleiben. Während seine Mannschaft den wichtigen Sieg feierte, musste er selbst mit einer marginalen Rolle vorliebnehmen – eine enttäuschende Erfahrung für einen Spieler, der diese Derbies immer als etwas Besonderes empfunden hat.

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