Hansa Rostock triumphiert im Ostseestadion – Polizeiliche Bilanz nach Risikospiel
Vor den Augen von 24.557 begeisterten Zuschauern im Ostseestadion konnte der FC Hansa Rostock am Samstag, den 28. Februar, einen verdienten 3:2-Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen einfahren. Die Freude über den sportlichen Erfolg wurde jedoch von polizeilichen Vorkommnissen überschattet, die sich rund um das als Risikospiel eingestufte Duell ereigneten.
Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl bei Gästefan-Kontrolle
Bereits während der Anreise der etwa 1.000 Gästefans aus Essen mit der Deutschen Bahn kam es zu ersten Zwischenfällen. Beim Umstieg am Bahnhof Bad Kleinen registrierten Einsatzkräfte der Bundespolizei Störaktionen aus der Fanszene. Eine Gruppe von zehn Personen wurde kontrolliert und polizeilichen Maßnahmen unterzogen. Dabei stellten die Beamten fest, dass gegen einen 39-Jährigen ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dortmund vorlag, der umgehend vollstreckt wurde.
Bei den Durchsuchungen fanden die Polizisten zudem Pyrotechnik und Schutzbewaffnung bei den kontrollierten Personen. Die gesamte Gruppe wurde von der Weiterreise nach Rostock ausgeschlossen und unter Begleitung in Richtung Lübeck gebracht.
Mehrere Vorfälle mit illegaler Pyrotechnik im Stadtgebiet
Die eigentliche Anreise der Gästefans sowie der eingerichtete Shuttleverkehr vom Hauptbahnhof Rostock zum Ostseestadion verliefen laut Polizeiangaben dann ohne nennenswerte Vorkommnisse. Allerdings kam es im Vorfeld des Spiels in der Maßmannstraße im Hansaviertel zu einem weiteren Vorfall mit Pyrotechnik.
Kräfte der Landespolizei stellten einen 21-Jährigen fest, der zuvor illegale Pyrotechnik gezündet hatte. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.
Nach dem Spiel eskalierte die Situation erneut: In der Braunschweiger Straße warf eine bislang unbekannte Person Pyrotechnik, deren Explosion die Scheibe eines vorbeifahrenden Fahrzeugs beschädigte. Die Polizei leitete hier ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.
Widerstand und Beleidigungen am Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof Rostock kam es im Zuge der Abreise der Fans zu weiteren Konfrontationen. Drei Heimfans leisteten Widerstand gegen eingesetzte Kräfte der Bundespolizei und beleidigten die Beamten. Auch hier wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
Während der eigentlichen Spielbegegnung im Ostseestadion registrierten die Einsatzkräfte hingegen keine polizeilich relevanten Störungen. Die Sicherheitskräfte hatten das Spiel im Vorfeld aufgrund der Fanszenen beider Vereine als Risikospiel eingestuft und entsprechend vorbereitet.
Die Polizei zog am späten Samstagabend eine gemischte Bilanz: Während das Spiel selbst ohne größere Vorkommnisse verlief, häuften sich die Zwischenfälle im Umfeld der Begegnung. Die Beamten betonten, dass sie konsequent gegen Verstöße vorgehen und die eingeleiteten Verfahren nun ihren rechtlichen Weg nehmen werden.



