Hansa Rostock bleibt im Aufstiegsrennen nach spektakulärem Auswärtssieg
Der FC Hansa Rostock hat mit einem beeindruckenden 2:1-Auswärtssieg beim SC Verl seine Ambitionen für den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga gestärkt. Nach einer schwachen ersten Halbzeit und einem 0:1-Rückstand durch einen Freistoß von Berkan Taz kurz vor der Pause, gelang den Norddeutschen eine fulminante Wende.
Laute Kabinenansprache als Wendepunkt
Kapitän Franz Pfanne und Trainer Daniel Brinkmann bestätigten, dass es in der Halbzeitpause laut in der Kabine zuging. "Erst haben ‚Schusti‘ (Marco Schuster) und ich angefangen, dann hat der Trainer übernommen. Es ging einfach nicht, dass wir hier solch eine erste Hälfte gespielt haben", erklärte Pfanne nach dem Spiel. Brinkmann ergänzte: "Ich habe die Dinge angesprochen, die mir nicht gefallen haben. Ich will eine mutige Mannschaft sehen und keinen Angsthasenfußball."
Goldenes Händchen des Trainers mit Dreifachwechsel
Trainer Daniel Brinkmann bewies sein taktisches Geschick mit einem Dreifachwechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit. Jonas Dirkner, Christian Kinsombi und Maximilian Krauß ersetzten Lukas Kunze, Adrien Lebeau und David Hummel. Dieser Wechsel erwies sich als entscheidend für den Spielverlauf.
Innerhalb weniger Minuten drehte Rostock die Partie. Zunächst bereitete Jonas Dirkner den Ausgleichstreffer von Christian Kinsombi in der 54. Minute vor. Nur vier Minuten später sorgte Emil Holten mit seinem elften Saisontor nach Vorarbeit von Viktor Bergh für die 2:1-Führung.
Kinsombi bestätigt Trainervorhersage
Torschütze Christian Kinsombi verriet nach dem Spiel eine besondere Anekdote: "Der Trainer hat mir vor dem Spiel gesagt, dass ich treffen werde." Kinsombi lobte die taktischen Anpassungen: "Der Trainer hat uns mit auf den Weg gegeben, dass wir Gas geben und das Spiel verändern sollen. Wir sind mutiger geworden, haben die Tore gemacht und haben danach überlegt."
Nächste Herausforderung wartet bereits
Trotz des knappen Vorspiels verteidigte Hansa Rostock den Sieg erfolgreich gegen den Dauerdruck des SC Verl. Kapitän Franz Pfanne zeigte sich erleichtert: "Ich bin megaglücklich, dass es so ausgegangen ist. Das war nach der ersten Hälfte nicht selbstverständlich."
Die Pause bis zum nächsten Spiel ist jedoch nur kurz. Bereits am Sonnabend, dem 11. April, schließt Hansa die englische Woche mit einem Heimspiel gegen den SSV Ulm ab. Pfanne machte deutlich: "Wir befinden uns in der finalen Phase der Saison. Wenn man auf die Tabelle schaut, zählen nur noch Siege. Ob das ein 5:4, 3:0 oder 1:0 wird, ist mir am Ende egal, Hauptsache wir gewinnen."
Der Sieg in Verl markiert eine wichtige Rückmeldung nach der 2:3-Niederlage gegen Viktoria Köln und unterstreicht die Aufstiegsambitionen des Rostocker Fußball-Drittligisten.



