Drei Spiele, neun Punkte – und für Hansa Rostock geht es wieder um alles. Nach dem 1:0-Erfolg und dem Finaleinzug im MV-Landespokal wartet am Samstag (14 Uhr) das nächste Endspiel. Die Kogge muss zur Alemannia nach Aachen. Der Aufstiegskampf steht unter Hochspannung, jeder Zweikampf, jeder Sprint und jede Entscheidung zählen. Doch vor diesem Schlüsselspiel gibt es Personalsorgen.
Knie-Sorgen vor dem Aachen-Spiel
Im letzten Drittliga-Spiel gegen Regensburg erwischte es Rechtsverteidiger Jan Mejdr früh. Nach einem Zweikampf in der Anfangsphase wurde er am Knie behandelt und musste zur Pause ausgewechselt werden. Er hatte sich das Knie verdreht. Die genaue Diagnose steht noch aus. Trainer Daniel Brinkmann erklärte: „Es gibt eine Erstdiagnose, aber es wird weiter untersucht, weil man sich nicht hundertprozentig sicher ist.“ Für den Tschechen wird voraussichtlich Nico Neidhart auflaufen. Auch bei Stürmer Emil Holten ist noch nicht alles geklärt. Wegen einer Sprunggelenksverletzung verpasste er die letzten zwei Spiele. Brinkmann macht Hoffnung, bleibt aber vorsichtig: „Emil wird noch einmal einen Anlauf nehmen. Es sieht relativ gut aus. Es könnte also sein, dass er zum Kader dazustößt.“
Alemannia in Bestform
Die Aufgabe ist brutal schwer. Aachen ist das formstärkste Team der Liga. 25 von 27 Punkten aus den letzten neun Spielen und 38 Tore – die drittmeisten Treffer aller Profiligen in Deutschland im Jahr 2026. In der Rückrunde kletterte die Alemannia um zehn Tabellenplätze. In der Offensive wartet geballte Wucht: Lars Gindorf mit 22 Toren und Mika Schroers mit 19 Treffern, dazu 14 und 11 Vorlagen. Dieses Duo liefert Woche für Woche. Brinkmann warnt eindringlich: „Sie sind in einer hervorragenden Verfassung. Das ist schon eine geballte Qualität.“
Brinkmann fordert klare Kante in der Abwehr
Für Hansa heißt das: Die Defensive muss stehen. Genau dort hakte es zuletzt. Brinkmann findet deutliche Worte: „Das ist generell nicht Verteidigungs-like, was wir da gemacht haben. Und da müssen wir dringend zulegen.“ Er fordert mehr Mut, mehr Körpereinsatz und mehr Konsequenz im Zweikampf. Ahmet Gürleyen wirkte zuletzt fehleranfällig. Im Pokal verteidigte Lukas Wallner an der Seite von Florian Carstens. Und dann fehlt noch Franz Pfanne. Der Mentalitätstyp ist nach seiner Schambeinverletzung wohl noch kein Kandidat für 90 Minuten. Brinkmann sagt klar, was Sache ist: „Fehlen tut uns seine Persönlichkeit auf dem Platz schon.“



