Hertha BSC: CEO Görlich gibt kein klares Bekenntnis zu Sportdirektor Weber
Hertha: Görlich gibt kein Bekenntnis zu Sportchef Weber

Hertha BSC: CEO Görlich gibt kein klares Bekenntnis zu Sportdirektor Weber

Nach dem verpassten Aufstieg in die Bundesliga steht bei Hertha BSC eine der zentralen Personalentscheidungen an: Was wird aus Sportdirektor Benjamin Weber? Der 45-Jährige ist seit drei Jahren für die Kaderzusammenstellung verantwortlich, doch die offensichtlichen Schwachstellen im Spielermaterial werfen Fragen auf. Darf Weber auch im vierten Jahr in der 2. Liga die Mannschaft formen? CEO Peter Görlich (58) gibt öffentlich kein eindeutiges Bekenntnis zu seinem Sportchef ab.

Direkte Frage, ausweichende Antwort

Vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg konfrontierte eine Sky-Reporterin Görlich direkt mit der Zukunftsfrage: „Plant Benjamin Weber noch den Kader für die kommende Saison? Ja oder nein?“ Die Antwort des Hertha-CEOs war alles andere als klar: „Das ist keine kurze Antwort, weil wir bereits seit September in der Kaderplanung sind für den nächsten Sommer.“ Ein deutliches „Ja“ zu Weber blieb aus, stattdessen wich Görlich aus und vermied jede verbindliche Zusage.

Neue Strukturen und veränderte Verantwortlichkeiten

Bereits im Februar hat Hertha BSC mit Bastian Huber (46) einen erfahrenen Kaderplaner von der TSG Hoffenheim verpflichtet. Der neue Mann wird die Bereiche Kaderplanung, Scouting und Talente-Entwicklung grundlegend neu organisieren. Weber, dessen Vertrag bis 2027 läuft, soll künftig administrative Tätigkeiten an der Seite von Huber übernehmen. Diese Verschiebung der Verantwortlichkeiten deutet auf eine strategische Neuausrichtung hin, die über eine reine Personalentscheidung hinausgeht.

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Görlichs Analyse des verpassten Aufstiegs

Zur verfehlten Saisonmission Aufstieg äußerte sich Görlich selbstkritisch: „Wir müssen uns als Gesamtorganisation hinterfragen, ob wir in der Lage sind, mit diesen großen Zielen umzugehen. Dabei geht es nicht nur um eine Person. Wir schauen uns an, was ist hier in der Vergangenheit passiert, welches kollektive Gedächtnis tragen wir in uns und wo müssen wir justieren.“

Der CEO betonte weiter: „Wir haben klare strategische Ziele, und diese Ziele werden wir abarbeiten. Da werden wir genau hinschauen, um in ein anderes Szenario reinzukommen. Wir haben gesehen, an welchen Punkten wir Verbesserungsbedarf im Kader und in der Organisation haben.“ Diese Aussagen unterstreichen, dass bei Hertha eine umfassende Organisationsüberprüfung stattfindet, die über die reine Sportdirektoren-Frage hinausgeht.

Die Zukunft des Berliner Traditionsclubs

Die unklare Positionierung zu Benjamin Weber spiegelt die grundlegenden Unsicherheiten wider, mit denen Hertha BSC nach dem gescheiterten Aufstiegsversuch konfrontiert ist. Die Verpflichtung von Bastian Huber signalisiert bereits jetzt Veränderungen in der sportlichen Führungsstruktur. Ob Weber langfristig eine tragende Rolle im neuen Konzept spielen wird, bleibt angesichts von Görlichs ausweichenden Äußerungen fraglich. Für den Berliner Club beginnt eine Phase der strategischen Neuorientierung, bei der nicht nur Personalentscheidungen, sondern auch strukturelle Anpassungen im Fokus stehen.

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