Gut gelaunt betrat Kasper Hjulmand (54) in Leverkusen das Medienzentrum. Vor dem wohl schon entscheidenden Heimduell gegen RB Leipzig (Samstag, 18.30 Uhr/Sky) geht der Bayer-Trainer verbal in die Offensive – mit einer Deutlichkeit, die man vom Dänen nicht gewohnt ist.
Hjulmands Appell für die Königsklasse
In der Pressekonferenz am Donnerstagmittag erklärte Hjulmand: „Wir haben sehr früh in dieser Woche über unsere Situation gesprochen. Es ist sehr gut, dass wir noch etwas erreichen können. Wir haben die Möglichkeit, diese drei Spiele zu gewinnen und nächstes Jahr wieder in der Champions League zu spielen. Wir haben alle eine gemeinsame Verantwortung für dieses Feuer und für die Motivation auf dem Platz.“
Der Coach fordert von seinen Profis „Feuer“ – einen Begriff, den er in der Öffentlichkeit eigentlich vermeidet. Hjulmand stellt klar: „Wir haben eine Spielphilosophie. Es geht immer um die taktische Disziplin, Qualität, Mentalität, Körpersprache, Intensität, Pressing, schnelles Umschalten. Das ist die Basis. Wir haben auch darüber gesprochen, dass alles etwas schärfer sein muss.“
Was Hjulmand jetzt von seinem Team fordert
Hjulmand wiederholte: „Es geht um eine gemeinsame Verantwortung. Wir bringen auf dem Platz, im Training, jeden Tag unser Bestes – für die Mannschaft, unseren Verein und unsere Fans.“ Er weiß: „Leipzig ist nicht einfach zu kontrollieren in 90 Minuten. Es wird ein enges Spiel, aber wir haben auch sehr viel Qualität. Auch wir sind nicht einfach zu kontrollieren. Unsere Energie geht auf das nächste Spiel gegen Leipzig. Es ist ein großes Spiel. Wir haben sehr viel zu gewinnen.“
Allerdings darf sich Leverkusen gegen die Turbo-Leipziger keinen Tiefschlaf zu Spielbeginn erlauben, wie zuletzt beim glücklichen 2:1-Sieg in Köln. „Das ist richtig, so geht es auch nicht. Das haben wir alle gesehen. Wir müssen besser anfangen“, erklärt Hjulmand. „Wir haben in Köln aber auch große Fehler zu Beginn gemacht, vor allem in unserem Passspiel. Das müssen wir verbessern.“



