Hoffenheims Suche nach der verlorenen Leichtigkeit im Europapokal-Rennen
Hoffenheim sucht Leichtigkeit im Europapokal-Rennen

Hoffenheims Suche nach der verlorenen Leichtigkeit im Europapokal-Rennen

Nach einem weiteren Rückschlag im Kampf um die begehrten Plätze für die Königsklasse hat die TSG Hoffenheim ihre Prioritäten neu justiert. Die bittere 1:2-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 am 28. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 zwang die Verantwortlichen zum Umdenken. Statt sich auf die Champions League zu fixieren, steht nun die Rückkehr zu spielerischer Unbeschwertheit im Vordergrund.

Schicker: „Das Wort Champions League weglassen“

Andreas Schicker, der Sport-Geschäftsführer der Kraichgauer, äußerte sich deutlich nach dem enttäuschenden Ergebnis. „Am Ende sind wir gut beraten, wenn wir das Wort mal weglassen und so wie zu Beginn der Saison die Leichtigkeit wieder zurückbekommen. Das wird der Schlüssel sein“, erklärte der 40-Jährige. Damit verwies er auf die mentale Belastung, die das hochgesteckte Ziel offenbar mit sich bringt.

Gleichzeitig betonte Schicker die positive Bilanz der Mannschaft. Mit 50 Punkten nach 28 Spieltagen liege man in einer ausgezeichneten Position. „Die Chancen stehen nach wie vor sehr, sehr gut, dass es in Richtung Europa geht. Welcher Wettbewerb es dann auch immer wird“, so der Geschäftsführer. Allerdings bereite die aktuelle Form Sorgen: In den vergangenen sechs Partien gelang der TSG nur ein einziger Sieg.

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Baumann fordert Ruhe und Härte

Kapitän Oliver Baumann, Torhüter der Hoffenheimer, ergänzte die Analyse seines Vorgesetzten. „Wir müssen ruhig bleiben und dürfen nicht den Kopf verlieren“, mahnte der erfahrene Schlussmann. Die Mannschaft müsse sich die Punkte derzeit sehr hart erarbeiten und habe einfach nicht den nötigen Lauf. „Wir müssen es schnell wieder kippen“, forderte Baumann.

Ob das Thema Champions League die Spieler tatsächlich hemme, sei laut Baumann „schwer zu sagen“. Intern werde zwar nicht täglich darüber gesprochen, was noch zu erreichen sei, aber jedem sei die Bedeutung natürlich bewusst. Diese latente Erwartungshaltung könnte ein Faktor für die jüngsten Leistungseinbrüche sein.

Analyse der Schwachstellen

Schicker benannte konkret die Probleme, die zu der schwachen Phase geführt haben: „Derzeit ist es so, dass wir zu einfache Tore bekommen und uns nach vorne nicht so leicht tun“. Die Spiele, die man vor einem Monat noch für sich entschieden habe, würden im Moment einfach nicht mehr gelingen. Diese mangelnde Effizienz in beiden Spielphasen stellt das größte Hindernis auf dem Weg zur europäischen Qualifikation dar.

Die TSG Hoffenheim steht damit vor einer mentalen Herausforderung in der Schlussphase der Saison. Statt den Druck der Champions League-Teilnahme zuzulassen, soll die ursprüngliche Leichtigkeit des Spiels zurückkehren. Ob dieser Strategiewechsel die gewünschte Wirkung zeigt, wird sich in den verbleibenden sechs Spieltagen zeigen müssen. Die Europapokal-Plätze sind nach wie vor in Reichweite, erfordern nun aber eine konzentrierte und entspannte Herangehensweise.

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