Irres Comeback-Gerücht: Wird Löw der WM-Trainer von Ghana?
Es klingt wie ein verspäteter Aprilscherz, der die Fußballwelt in Aufregung versetzt: Ghana soll angeblich Ex-Bundestrainer Joachim Löw für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft verpflichten und steht kurz vor einer Einigung. Zumindest berichtet dies das Portal „ghanasoccernet“ unter Berufung auf mehrere nicht näher genannte Quellen. Wie realistisch ist diese überraschende Spekulation wirklich?
Vertrag angeblich kurz vor Unterschrift
Laut dem Bericht könnte der 66-jährige Löw die Nationalmannschaft Ghanas, die „Black Stars“, als Trainer für die WM-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko übernehmen. Dem Portal zufolge steht der frühere Bundestrainer kurz davor, einen ausschließlich auf das Turnier bezogenen Vertrag zu unterschreiben. Eine offizielle Bestätigung werde in den kommenden Tagen erwartet, nachdem letzte Details geklärt seien. Allerdings sind aufgrund der anonymen Quellen erhebliche Zweifel angebracht, ob Löw tatsächlich sein fünftes WM-Turnier als Nationaltrainer oder Co-Trainer bestreiten wird.
Löw schließt Rückkehr nicht aus
Joachim Löw hat nach seinem Rückzug als Bundestrainer nach der EM 2021 bislang alle Jobangebote als Chefcoach abgelehnt. Im Vorjahr war er bereits als WM-Trainer für Usbekistan im Gespräch, doch der Verband des WM-Neulings verpflichtete stattdessen den früheren italienischen Weltmeister Fabio Cannavaro. In einem kürzlichen Interview beim Pay-TV-Sender Sky äußerte Löw jedoch, dass er sich nicht in die Rente verabschieden möchte. „Gerade wenn es noch einmal ein interessantes Angebot und eine gute Perspektive gibt“, könnte er zusagen. Falls er noch einmal einen Job antrete, gehe er davon aus, dass dies bei einem Nationalteam sein werde, da dies aufgrund seiner Erfahrung das Beste für ihn wäre.
Ghana sucht Nachfolger für Otto Addo
Der WM-Teilnehmer Ghana ist derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger für den früheren Bundesligaprofi Otto Addo, der nur wenige Stunden nach der 1:2-Niederlage gegen die deutsche Nationalmannschaft von seinen Aufgaben als Nationalcoach entbunden wurde. Addo war seit zwei Jahren Cheftrainer der „Black Stars“ und hatte das Team bereits 2022 als Interimscoach betreut, einschließlich der WM in Katar, wo Ghana in der Gruppenphase ausschied. Löw, der 2014 Weltmeister und 2017 Confed-Cup-Sieger wurde und mit Deutschland das EM-Finale 2008 sowie Halbfinals bei der WM 2010, EM 2012 und EM 2016 erreichte, wäre somit eine hochkarätige Option.
Die Spekulationen bleiben vorerst unbestätigt, doch sie zeigen, dass Joachim Löw trotz seines Rückzugs weiterhin ein gefragter Name im internationalen Fußball ist. Ob es tatsächlich zu diesem irren Comeback kommt, bleibt abzuwarten.



