Oliver Kahn zweifelt an Thomas Müllers Eignung als Bayern-Boss
Kahn zweifelt an Müllers Eignung als Bayern-Boss

Oliver Kahn äußert Zweifel an Thomas Müllers Führungsqualitäten

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Oliver Kahn (56), hat in einem aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung deutlich gemacht, dass er Thomas Müller (36) derzeit nicht für eine Führungsposition beim Rekordmeister geeignet sieht. Kahn, der selbst 2023 als Bayern-Boss entlassen wurde, betonte die komplexen Anforderungen an solche Rollen im modernen Profifußball.

„Ohne Erfahrung und Weiterbildung geht es nicht“

Kahn erklärte ausführlich: „Selbst wenn du Weltmeister bist und alles gewonnen hast: Als Verantwortlicher eines Klubs brauchst du andere Fähigkeiten. Die sind heute komplexer denn je.“ Der ehemalige Nationaltorwart fügte hinzu: „Ich bin der Meinung, ohne Erfahrung und Weiterbildung geht es nicht.“ Er kritisierte dabei die vereinfachte Vorstellung, dass ehemalige Spieler allein aufgrund ihrer Vergangenheit für Führungspositionen qualifiziert seien.

Der 56-Jährige betonte die Notwendigkeit strukturierter Entwicklungsprogramme: „Ein Verein muss heute selbst Programme und Ideen entwickeln: Was ist der richtige Weg für jemanden in so einer Rolle? Wie wird er wann in welchem Bereich eingebunden?“ Kahn verwies auf seinen eigenen Werdegang, der nach seiner aktiven Karriere ein Unternehmertum und einen Master of Business Administration in Österreich umfasste, bevor er 2020 zum Bayern-Vorstand kam.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hohe Wertschätzung bei fehlendem Boss-Potenzial

Trotz seiner kritischen Einschätzung äußerte Kahn große Anerkennung für Müller: „Ich kenne Thomas schon eine Weile. Es gibt nichts Negatives, was man über ihn sagen kann. Ein sehr offener Typ, immer gesprächsbereit, mit klaren Ansichten.“ Dennoch sieht der Ex-Torhüter aktuell noch kein ausreichendes Führungspotenzial in dem 36-jährigen Fußballprofi.

Thomas Müller hatte den FC Bayern München im August 2025 nach fast zwei Jahrzehnten im Profibereich verlassen und wechselte zu den Vancouver Whitecaps in die nordamerikanische MLS. In seiner ersten Saison erreichte er mit dem Team prompt das Ligafinale, das jedoch mit 1:3 gegen Inter Miami um Superstar Lionel Messi (38) verloren ging.

Kahn selbst hatte eine bewegte Zeit als Bayern-Vorstand: Nach seinem Einstieg 2020 stieg er zum Vorstandsvorsitzenden auf, wurde jedoch im Mai 2023 – auch aufgrund ausbleibender internationaler Erfolge des Klubs – wieder entlassen. Seine aktuellen Äußerungen zeigen, dass er die Anforderungen an Führungspositionen im Profifußball heute als besonders anspruchsvoll einschätzt und entsprechende Qualifikationen für unverzichtbar hält.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration