Die große Kane-Frage: Bayerns Torjäger im Fitness-Test vor Real-Duell
Die Spannung beim FC Bayern München erreicht vor dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid am Dienstagabend ihren Höhepunkt. Im Mittelpunkt steht ein einziger Name: Harry Kane. Der englische Stürmer, der mit 48 Toren in 40 Pflichtspielen diese Saison zur absoluten Tormaschine avanciert ist, kämpft gegen die Zeit.
Abschlusstraining gibt erste Hinweise
Am Ostermontag nahm Kane am Abschlusstraining an der Säbener Straße teil – zum ersten Mal seit seinen Sprunggelenkproblemen, die er sich während einer Übungseinheit mit der englischen Nationalmannschaft zugezogen hatte. „Er hat jetzt alles getan, um dabei zu sein“, erklärte Sportvorstand Max Eberl am Münchner Flughafen vor der Abreise nach Madrid. Die Beobachtungen während des Trainings waren positiv: Kane bewegte sich augenscheinlich problemlos, doch die entscheidende Frage nach Schmerzfreiheit bleibt offen.
Kompany vor schwieriger Entscheidung
Die finale Entscheidung über einen Einsatz liegt bei Trainer Vincent Kompany, der in letzter Zeit eine Serie goldrichtiger Entscheidungen getroffen hat. „Ob er ihn aufstellt oder nicht, ist die Entscheidung von Vinnie“, so Eberl. Die Optionen sind vielfältig: von einem Startplatz für Kane über eine Joker-Rolle in der zweiten Halbzeit bis hin zum kompletten Verzicht auf den Stürmerstar.
Die Alternativen für den Fall der Fälle
Sollte Kane wider Erwartungen doch nicht einsatzfähig sein, hat Kompany mehrere Optionen. Wegen einer Rot-Sperre fehlte Stürmer-Backup Nicolas Jackson im letzten Spiel in Freiburg, könnte aber in Madrid zum Zug kommen. Ebenso steht Serge Gnabry bereit, der die Mittelstürmer-Rolle am Ostersamstag bereits übernommen hatte.
Die Mannschaft zeigt Zuversicht
Vize-Kapitän Joshua Kimmich machte mit einem Augenzwinkern deutlich, was er von seinem Teamkollegen erwartet: „Ich glaube, er würde da auch im Rollstuhl spielen. Selbst wenn er noch ein bisschen Schmerzen hat, wird er sich schon aufs Feld schleppen.“ Diese Einstellung spiegelt den unbändigen Willen wider, der Kane auszeichnet und der gesamten Mannschaft in schwierigen Momenten Antrieb gibt.
Historische Parallelen geben Hoffnung
Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass der FC Bayern auch ohne seinen Rekord-Torjäger erfolgreich sein kann. Beim 3:2-Erfolg in Freiburg am Samstag bewies die Mannschaft Charakter und fand erst spät, aber doch den Weg in die Erfolgsspur. Diese Erkenntnis könnte im entscheidenden Moment psychologisch wertvoll sein.
Die letzten Stunden vor dem Anpfiff im Bernabéu werden zeigen, ob Kane wirklich auflaufen kann. Eines ist sicher: Der gesamte FC Bayern, von der Führungsetage bis zu den Fans, bangt um die Fitness seines Torjägers. In einem Spiel, in dem es um alles geht, könnte die Präsenz des Engländers den entscheidenden Unterschied machen.



