Fortuna-Kapitän Kastenmeier setzt auf Klassenerhalt vor Vertragsgesprächen
Seit mehr als sechs Jahren steht Florian Kastenmeier (28) unerschütterlich im Tor von Fortuna Düsseldorf. In der aktuellen Saison trägt der Torwart nicht nur die Verantwortung als Nummer eins, sondern auch das Kapitänsband. In einer Phase, in der viele Spieler der Fortuna mit Leistungsschwankungen kämpfen, gehört Kastenmeier zu den wenigen Konstanten, die fast immer ihre Qualität abrufen können.
Abstiegsgefahr überschattet Vertragsende
Trotz seiner soliden Leistungen konnte der Torhüter nicht verhindern, dass Fortuna Düsseldorf mit nur drei Punkten Vorsprung und einem äußerst ungünstigen Torverhältnis in die Länderspielpause ging. Die jüngsten Niederlagen haben den Zweitligisten in akute Abstiegsgefahr gebracht, was die Zukunft des langjährigen Stammkeepers ungewiss macht.
Kastenmeiers Vertrag läuft in wenigen Wochen aus. Ein erstes Gespräch mit Manager Sven Mislintat (53) hat bereits stattgefunden. Der Torwart betont: „Wir sind mit dem selben Ziel unterwegs.“ Doch konkrete Verhandlungen werden bewusst verschoben. Der Kapitän erklärt deutlich: „Es geht erst mal darum, dass wir sportlich wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen. Dann wird sich alles andere herauskristallisieren.“
Schutzmaske als treuer Begleiter
Eine zusätzliche Herausforderung stellt aktuell eine Augenverletzung dar, die sich Kastenmeier im Training zugezogen hat. Dadurch verpasste er die Auswärtsspiele in Nürnberg (1:0) und Braunschweig (0:1). Gegen Hertha BSC (2:5) kehrte er mit einer speziellen Schutzmaske zurück, die er bis Saisonende tragen wird. „Sie behindert mich nicht, und ich werde sie zur Sicherheit in allen Spielen bis Saisonende tragen“, versichert der Torwart.
Entscheidende Wochen für Fortunas Zukunft
Sollte Fortuna Düsseldorf den Abstieg in die 3. Liga nicht verhindern können, ist kaum vorstellbar, dass Kastenmeier den Verein in die untere Spielklasse begleiten würde – trotz seiner Verbundenheit zur Region und dem Wohlfühlfaktor für seine Familie mit drei Kindern am Rhein.
Nach dem Ostersamstag-Spiel in Kaiserslautern beginnen die entscheidenden Wochen für den Klassenerhalt. Fortuna trifft in direkten Duellen auf die Konkurrenten im Abstiegskampf:
- Holstein Kiel
- 1. FC Magdeburg
- Dynamo Dresden
Spätestens nach diesen Begegnungen sollten die magischen 40 Punkte erreicht sein, die den sicheren Verbleib in der 2. Bundesliga bedeuten. Erst dann wird auch bei Florian Kastenmeier und Fortuna Düsseldorf endgültige Klarheit über die gemeinsame Zukunft herrschen.



