Köln-Frust in Berlin: Wagner erklärt seinen Wechsel-Wahnsinn
Köln-Frust: Wagner erklärt Wechsel-Wahnsinn

Wie bitter! Der 1. FC Köln hat bei Union Berlin trotz einer 2:0-Führung nur ein 2:2 erkämpft und damit die große Chance verpasst, schon am Sonntag die endgültige Rettung zu feiern. Nur wenn der FC St. Pauli dann gegen Mainz 05 (15.30 Uhr) verliert, wäre der FC trotzdem so gut wie durch, weil Köln das wesentlich bessere Torverhältnis hat.

Hätte, wäre, wenn – der FC hat den großen Befreiungsschlag im Abstiegskampf leichtfertig verschenkt und muss jetzt nächste Woche Sonntag (17.30 Uhr) zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim die Rettung perfekt machen.

Schwäbe: „Extrem bitter“

„Extrem bitter. Ich glaube, wenn man hier 2:0 führt, dann ist es extrem niederschmetternd, am Ende mit einem Punkt nur nach Hause zu fahren“, meinte FC-Keeper Marvin Schwäbe nach dem Spiel frustriert.

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Die Szene, über die viele Fans reden, passiert in der 71. Minute: Köln-Trainer René Wagner (37) wechselt mit Marius Bülter (1:0/33.) und Said El Mala (2:0/61.) beide Torschützen aus, dazu Jakub Kaminski (war am 1:0 beteiligt). Er tauscht damit nahezu die komplette Offensive aus und bringt für das Trio dann Maina, Thielmann und den unerfahrenen Niang. Dabei war der FC zu dieser Zeit kurz davor, auf 3:0 zu erhöhen.

Wagner rechtfertigt sich

Wagner erklärt seinen Wechsel-Wahnsinn so: „Wir fanden, dass wir in der Phase ein bisschen den Druck gegen den Ball verloren haben und wollten mit drei neuen Spielern Energie bringen. Auch um der Mannschaft das Zeichen zu geben: Hey, wir bleiben hier dran. Wir wollen weiter vorwärts spielen.“

Statt vorwärts ging es nach dem Dreier-Wechsel rückwärts. Köln kann gegen drückende Berliner nicht mehr für Entlastung sorgen, gibt die Führung nach Toren von Rothe (73.) und Burcu (89.) im Endspurt noch her. Vor allem Kaminski, der Bälle halten und verschleppen kann, fehlte dem FC. Bitter: Es gibt neun Minuten Nachspielzeit. Auch da fehlt Kölns zuvor erfolgreiches Offensiv-Trio an allen Ecken und Enden, um doch noch den Siegtreffer zu erzielen.

Bülter: „Enttäuschung schnell verarbeiten“

„Natürlich ist man enttäuscht, weil man dem Sieg ziemlich nah war. Aber die Enttäuschung müssen wir schnell verarbeiten, am Ende war es auch ein Punkt, der uns weiterhilft“, sagt Bülter. Und Wagner meint: „Wir sind mit dem Punkt zufrieden.“ Aber es war mehr drin. Viel mehr!

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