Kölns Elfer-Geheimnis gelüftet: So plante El Mala die Verwirrung für Waldschmidt
Kölns Elfer-Geheimnis: So plante El Mala die Verwirrung

Verwirrspiel am Elferpunkt: Kölns cleverer Plan gegen St. Pauli

In der 85. Minute des Bundesliga-Spiels zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Köln (Endstand 1:1) entwickelte sich eine Szene, die zunächst für Verwirrung sorgte. Nach einem Foul an Jakub Kaminski entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für die Kölner. Der junge Said El Mala (19) griff sich zunächst den Ball und marschierte entschlossen Richtung Elferpunkt.

Geplante Täuschung statt Hierarchiestreit

Was wie ein möglicher Streit um die Ausführung wirkte, entpuppte sich als cleverer taktischer Schachzug. Luca Waldschmidt (29) klärte nach dem Spiel auf: „Als der Schiedsrichter draußen noch das Foul überprüfte, standen Said und ich im Mittelkreis. Er fragte mich direkt, ob ich schießen würde. Ich sagte ja, und er meinte, dann gibt er mir den Ball.“

Die anschließende Schauspieleinlage von El Mala war demnach absichtlich inszeniert. Der junge Offensivspieler, der erst eine Woche zuvor gegen Werder Bremen seinen ersten Profi-Elfer verwandelt hatte, tat so, als wolle er selbst antreten. „Im Sechzehner wollte er nur kurz für Verwirrung sorgen, sodass der Torwart nicht weiß, wer den Elfer wirklich schießt. Ein smarter Move von ihm“, erklärte Waldschmidt.

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Waldschmidts souveräne Ausführung

Nach der kurzen Verwirrung übergab El Mala den Ball dann tatsächlich an Waldschmidt und klopfte ihm aufmunternd auf den Rücken. Der erfahrene Stürmer ließ St. Paulis Torhüter Vasilj keine Chance und traf souverän zum 1:1-Ausgleich in der 86. Minute. „Ich bin ganz klar ran und habe gesagt: Das ist meine Ecke – keine Zeit für Experimente. Ich fühle mich immer sehr gut bei Elfmetern“, so der Torschütze.

Es war bereits Waldschmidts fünfter Saisontreffer und das insgesamt elfte Joker-Tor für Köln in dieser Spielzeit. Ein Tor von enormer Bedeutung im Abstiegskampf der Bundesliga.

Trainer lobt eigenverantwortliche Entscheidung

Kölns neuer Trainer René Wagner (37) bestätigte, dass es in seinem Team keine feste Elfer-Hierarchie gibt. „Die Jungs sollen das auf dem Platz selber entscheiden. Wir wollen nur nicht sehen, dass sie sich streiten. Aber Said hat Luca den Ball gegeben. Großen Respekt an Said, dass er das macht. Ich freue mich für Luca, dass er ihn dann reingemacht hat.“

Sportvorstand Thomas Kessler (40) zeigte sich ebenfalls erleichtert über den wichtigen Punkt: „Wir hatten über die 90 Minuten wahrscheinlich nicht mehr verdient, aber der Punkt ist enorm wichtig für uns. Ich freue mich für Luca, dass er das Tor macht, weil René ihm erst letzte Woche noch mal seine Rolle erklärt und ihm gesagt hat, wie wichtig er für uns sein kann.“

Wichtiger Punkt im Abstiegskampf

Der Ausgleichstreffer könnte für den 1. FC Köln von entscheidender Bedeutung sein. Vier Spieltage vor Saisonende hält die Mannschaft nun direkte Konkurrenten wie St. Pauli auf Abstand und erhöht gleichzeitig den Druck auf andere Klubs im unteren Tabellendrittel, darunter VfL Wolfsburg, Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV.

Die clever inszenierte Elfer-Szene zeigt nicht nur das taktische Verständnis der Kölner Spieler, sondern auch den Teamgeist innerhalb der Mannschaft. Während El Mala durch seine Schauspieleinlage den Torwart verwirrte, bewies Waldschmidt mit der sicheren Ausführung Nervenstärke in einer druckschweren Situation.

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