Klose droht mit Straftraining: Nürnbergs miese Heimbilanz gegen Abstiegskandidaten
Klose droht mit Straftraining nach Nürnbergs Heimplatz

Nürnbergs Problem mit den Kleinen: Klose droht mit Straftraining

Die Heimbilanz des 1. FC Nürnberg gegen Abstiegskandidaten bleibt weiterhin alarmierend. Das 0:2 gegen Dynamo Dresden markierte bereits das vierte Heimspiel in Folge gegen einen Tabellenschwachen, das die Franken nicht gewinnen konnten. Zuvor blieb der Club bereits gegen Greuther Fürth (2:2), Preußen Münster (1:1) und Fortuna Düsseldorf (0:1) sieglos.

Kurioses Leistungsgefälle

Umso bemerkenswerter ist die gegenläufige Statistik bei Spielen gegen höher platzierte Teams. Die letzten vier Partien gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte – Hannover 96, SV Elversberg, Karlsruher SC und 1. FC Kaiserslautern – konnte Nürnberg allesamt gewinnen. Dieses Leistungsgefälle wirft die Frage auf: Kann der FCN etwa keinen Abstiegskampf?

Gegen Dresden lief Nürnberg satte zehn Kilometer weniger als der Gegner. Trainer Miroslav Klose (47) analysierte nach dem Spiel: „Läuferisch ist das eine Sache. Natürlich musst du Paroli bieten. Aber es geht viel mehr um fußballerische Dinge, um Entscheidungen, die wir getroffen haben und die falsch waren.“

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Enttäuschende Führungsspieler

Der Weltmeister von 2014 zeigte sich besonders von seinen Führungsspielern enttäuscht: „Deswegen braucht man die Spieler, die dementsprechend pushen und Intensität an den Tag legen. Aber wir haben es schön öfter gesehen. Wenn Sonne ist, tut man sich schwer. Das Schleppen, das ist dann nicht diese Frische.“

Klose hatte sein Team bereits in der Halbzeitpause auf die Defizite hingewiesen, doch eine spürbare Reaktion blieb aus. „Das ist mühsam, wenn man das immer nur anspricht. Ich war selbst lang genug Spieler. Manchmal ist das so: dieses Gefühl, dieses Träge, man kann machen, was man will, es wird nicht funktionieren“, so der frustrierte Trainer.

Straftraining als letzte Maßnahme

Trotz der anhaltenden Schwächephase gegen Abstiegskandidaten beträgt der Vorsprung des FCN auf die direkten Abstiegsplätze noch sieben Punkte. Um im Saisonendspurt jedoch nicht unangenehme Überraschungen zu erleben, will Klose nun härter durchgreifen.

„Ich spreche das schon seit vier Wochen an. Vielleicht ist genug mit Reden und es müssen Taten folgen. Sprich mehr Intensität im Training, mal Ball weglassen. Es gibt viele Sachen“, drohte der Club-Coach mit verschärften Trainingsmethoden.

Die Situation bleibt paradox: Während Nürnberg gegen starke Gegner überzeugt, scheitert das Team regelmäßig an scheinbar schwächeren Kontrahenten. Ob Kloses angekündigte Straftrainings diese mentale Blockade lösen können, wird sich in den verbleibenden Spieltagen zeigen müssen.

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