Preußen-Profi Niko Koulis vor entscheidendem Saisonfinale
Die aktuelle Zweitliga-Spielzeit verlief für Niko Koulis zunächst alles andere als ideal. Nach einer Roten Karte direkt zum Saisonauftakt beim Karlsruher SC am 3. August 2025 und der anschließenden Sperre fand der 26-jährige Innenverteidiger nur schwer zurück in die Mannschaft von Preußen Münster. Bis dato stehen lediglich zehn Kurzeinsätze auf seinem Konto, die Mehrzahl davon über wenige Minuten als Einwechselspieler.
Neue Chancen unter Trainer Alois Schwartz
Doch seit der Entlassung von Chefcoach Alexander Ende und der Übernahme durch Neu-Trainer Alois Schwartz hat sich die Situation für Koulis grundlegend gewandelt. Der 59-jährige Trainer setzt auf eine verstärkte Defensive und vertraut dabei auf die Dienste des Berliner Abwehrspielers. Zuletzt stand Koulis zweimal in Folge in der Startformation und zeigte insbesondere beim torlosen Unentschieden in Kiel eine überzeugende Leistung.
„Das ist natürlich meine große Wunschvorstellung,“ erklärt Koulis seine Hoffnungen für die verbleibende Saison. „Zum einen die späte Bestätigung als Stammkraft, zum anderen den Absturz in die Drittklassigkeit vermeiden – das wäre das perfekte doppelte Happy End.“
Sechs Partien bis zum Klassenerhalt
Im nächsten entscheidenden Spiel am Samstag gegen den Vorletzten Greuther Fürth wird Koulis erneut in der Dreierkette neben Jannis Heuer und Paul Jaeckel stehen. Sechs Partien bleiben den Preußen dann noch, um den angestrebten Klassenerhalt zu erreichen. Ein Sieg gegen Fürth würde Münster vom letzten Tabellenplatz verdrängen und die sogenannte Rote Laterne an die Gäste weiterreichen.
Koulis zeigt sich überzeugt von den Möglichkeiten seines Teams: „Die Nullnummer in Kiel hat gezeigt, was möglich ist. Wenn wir hinten weiter so kompakt stehen und die Umschaltmomente konsequenter ausspielen, glaube ich fest an unsere Chance.“
Ungewisse Zukunft bei den Preußen
Der gebürtige Berliner trägt seit seinem Wechsel von der Kieler Zweitvertretung im Jahr 2022 bereits vier Jahre den Adler auf der Brust und bestritt 101 Pflichtspiele für die Schwarz-Weiß-Grünen. Münster ist für ihn längst zur sportlichen Heimat geworden, doch seine Zukunft bleibt ungewiss. Sein Vertrag endet am 30. Juni, und konkrete Gespräche über eine Verlängerung fanden bislang nicht statt.
Dafür hat Koulis volles Verständnis: „Im Moment zählt einzig und allein, dass wir in der Liga bleiben. Alles andere kann und muss warten.“ Der Abwehrspieler betont, dass er sich in den vergangenen Wochen und Monaten nie hängen ließ und stets hart im Training arbeitete. Die aktuelle Berücksichtigung unter Trainer Schwartz sieht er als verdienten Lohn für diese Disziplin.
Revanche gegen Greuther Fürth
Besondere Motivation bietet das Rückspiel gegen Greuther Fürth, nachdem das Hinspiel mit einer bitteren 0:1-Niederlage endete. Damals traf Jannik Dehm in der fünften Minute der Nachspielzeit per Sonntagsschuss aus 20 Metern zum Siegtreffer – eine Situation, die Koulis als Bankdrücker nur frustriert von außen beobachten konnte. Nun will er aktiv dazu beitragen, solche späten Gegentore zu verhindern.
Die Rückkehr in die Startelf bedeutet für den 26-Jährigen nicht nur sportliche Bestätigung, sondern auch pure Freude: „Natürlich macht's Spaß, wieder auf dem Spielfeld gefordert zu werden. Dafür habe ich ja auch die vergangenen Wochen und Monate hart gearbeitet.“ Aufgeben war und ist für den defensivstarken Spieler keine Option – eine Einstellung, die er mit seiner gesamten Mannschaft im spannenden Saisonendspurt teilt.



