Köpke gibt Baumann Rückendeckung für die WM-Aufgabe
Oliver Baumann, der Torwart der TSG Hoffenheim, muss sich vor den anstehenden Test-Länderspielen im WM-Jahr keine Sorgen mehr um seine Akzeptanz als deutsche Nummer eins machen. Nachdem Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann ihm bereits sein Vertrauen ausgesprochen hat, erhält der 35-Jährige nun auch ein deutliches Lob vom früheren Bundestorwarttrainer und Europameister Andreas Köpke.
Erfahrung und Leistung sprechen für Baumann
In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur betonte Köpke die Qualitäten des Hoffenheimer Schlussmanns. „Oliver Baumann hat es sehr gut gemacht. Das Vertrauen in ihn ist gerechtfertigt. Er spielt eine sehr gute Saison“, erklärte der Experte. Köpke verwies dabei auf Baumanns Erfahrung, die trotz fehlender WM-Teilnahme ausreichend sei, um die große Aufgabe zu bewältigen. Interessanterweise hatte Köpke selbst erst im Alter von 34 Jahren beim EM-Triumph 1996 sein Turnierdebüt als Nummer eins gefeiert, nachdem er lange Zeit Reservist gewesen war.
Hervorragende Statistiken in der WM-Qualifikation
Baumann wurde von Nagelsmann praktisch schon zum Turniertorwart für den Sommer ernannt, nachdem Marc-André ter Stegen erneut verletzt ausgefallen war. In dieser Saison zeigte der Torwart beeindruckende Leistungen:
- Er spielte in allen sechs Partien der WM-Qualifikation die vollen 540 Minuten.
- Damit war er der einzige Nationalspieler mit einer 100-Prozent-Quote in dieser Phase.
- Bei den anstehenden Test-Länderspielen gegen die Schweiz und Ghana soll er ebenfalls im Tor stehen.
Baumanns Weg zur Nummer eins
Oliver Baumann feierte erst im Herbst 2024 seine Länderspiel-Premiere, als ter Stegen erstmals verletzt ausfiel. Vor einem Jahr ernannte ihn Nagelsmann im Zweikampf mit Alexander Nübel von Stuttgart zur vorläufigen Nummer eins. Bisher hat der Hoffenheimer zehn DFB-Partien bestritten, steht aber noch vor seinem ersten großen Turnier. Dennoch fühlt er sich bereit für die WM-Aufgabe im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko.
In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ äußerte sich Baumann selbstbewusst: „Ich glaube, ich habe mir in der WM-Qualifikation schon ein bisschen Respekt erarbeitet. Und spätestens wenn die anderen Teams bei der WM eine Gegneranalyse machen, werden sie feststellen, dass dieser Baumann kein ganz Schlechter ist“. Diese Einstellung, kombiniert mit der Unterstützung von Experten wie Köpke, unterstreicht seine Position als Schlüsselspieler für die deutsche Nationalmannschaft in der bevorstehenden Weltmeisterschaft.



