Leipzigs schwerstes Spiel: Kickt sich Reitz selbst aus der Champions League?
Leipzigs schwerstes Spiel: Reitz kickt sich aus CL?

Leipzigs schwerstes Spiel: Kickt sich Reitz selbst aus der Königsklasse?

Noch im Gladbach-Trikot: Rocco Reitz (23) wechselt nach Leipzig. Foto: SvenSimonChristianHornung. 08.04.2026 - 10:22 Uhr. 98 Mal hat Rocco Reitz (23) in DFB-Pokal und Bundesliga das Gladbach-Trikot getragen. Sein 99. Einsatz wird der schwerste. Reitz soll seinen VfL am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Leipzig als Kapitän aufs Feld führen und dazu beitragen, dass der Absturz in die 2. Liga vermieden wird. Aber sich selbst könnte er damit aus der Königsklasse kicken!

Wechsel zu RB Leipzig für 20 Millionen Euro

Reitz wechselt bekanntlich für 20 Mio Euro in der kommenden Saison zu den Bullen. RB hat als Dritter Stuttgart, Hoffenheim und Leverkusen im Nacken, braucht jeden Punkt, um nächste Saison Champions League zu spielen. Genau das kann Reitz aber mit einer Top-Leistung torpedieren.

Formkrise und Kapitänsrolle

Top-Leistungen hat er zuletzt aber schon lange nicht mehr gezeigt. Bereits vor der Bekanntgabe des Transfers wirkte er nicht mehr locker und spritzig auf dem Platz, er spielte, als würde er eine große Last mit sich herumschleppen. Doch auch, als der Leipzig-Wechsel öffentlich wurde, spielte er nicht befreiter und schlich nach den Spielen auch weiter wortlos an den Journalisten vorbei.

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Die Kapitänsbinde im Abstiegskampf könnte auch zu seiner Last beigetragen haben, doch Coach Eugen Polanski (40) sagte dazu zu BILD: „Ich habe darüber mit Rocco gesprochen und ihm gesagt, dass ich als Spieler früher auch manchmal etwas zu viel auf dem Platz regeln wollte: Zweikämpfe gewinnen, Bälle erobern, Angriffe einleiten und sie am liebsten auch noch selbst abschließen. Aber es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass Rocco ein guter Kapitän ist, weil er immer vorangehen will - deshalb behält er die Binde natürlich auch.“

Emotionale Reaktionen und Zukunftsperspektiven

Denkbar ist angesichts der letzten Darbietungen (nach seiner Auswechslung gegen Heidenheim/2:2 feuerte er wütend seine Trainingsjacke auf den Rasen) allerdings auch, dass Polanski ihm in Leipzig auf die Bank setzt. Sollte er aber spielen, steht seine Botschaft an die Fans: „Ich kann euch versprechen, dass ich mich in jedem verbleibenden Spiel mit allem, was ich habe, für unsere Borussia zerreißen werde.“ Man brauche „jeden Punkt, damit dieser wunderbare Verein auch nächstes Jahr Bundesliga spielt.“ Auch wenn ihn das persönlich die Teilnahme an der Champions League kostet.

Die Situation ist für Reitz besonders paradox: Einerseits will er mit Gladbach den Klassenerhalt sichern, andererseits könnte genau dies seinen neuen Verein RB Leipzig die Champions-League-Teilnahme kosten. Die Spannung vor dem Spiel in Leipzig ist enorm, und alle Augen sind auf den 23-jährigen Kapitän gerichtet, der in einem emotionalen Konflikt zwischen Loyalität und eigener Zukunft steht.

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