Lok Leipzig muss im Derby gegen Chemie auf Top-Torschützen Stefan Maderer verzichten
Ausgerechnet im wichtigen Stadtderby gegen Chemie Leipzig muss der Regionalliga-Nordost-Spitzenreiter Lok Leipzig auf seinen erfolgreichsten Torjäger verzichten. Stefan Maderer (29), der mit 14 Saisontoren der beste Torschütze des Vereins ist, kann am Sonntag (14 Uhr) im restlos ausverkauften Kunze-Sportpark nicht auflaufen.
Schmerzen im rechten Fuß verhindern Maderer-Einsatz
Die Verletzung, die sich Maderer bei seinem Schuss zum 2:1 in Babelsberg zuzog, bereitet dem Stürmer weiterhin Probleme. "Es ist schon etwas besser. Ich muss von Tag zu Tag schauen", erklärte der Spieler zu Wochenbeginn. Doch die Schmerzen im rechten Fuß, den er sich überdehnt hatte, lassen nicht nach. Er muss erneut einen Arzt konsultieren, sodass ein Einsatz gegen Chemie Leipzig nicht infrage kommt.
Dies stellt für Trainer Jochen Seitz (49) ein erhebliches Handicap dar, obwohl Lok Leipzig in der Tabelle der Regionalliga Nordost komfortabel führt. Nach dem 5:1-Sieg von Carl Zeiss Jena gegen Zwickau hat der Leipziger Klub sieben Punkte Vorsprung auf die Thüringer, die nunmehr letzten Konkurrenten im Kampf um die zwei Aufstiegsspiele.
Komfortable Tabellenführung trotz Derby-Herausforderung
Mit sieben Punkten Vorsprung könnte sich Lok Leipzig in den letzten sechs Spielen der Saison theoretisch sogar zwei Niederlagen leisten und würde trotzdem an der Spitze bleiben. Allerdings will man im Derby gegen Chemie Leipzig natürlich gewinnen, zumal die Fans des FC Lok in den letzten fünf Stadtderbys siegreich blieben.
Chemie Leipzig präsentiert sich jedoch in guter Form. Die Mannschaft überzeugte zuletzt mit einem starken 1:1 gegen die VSG Altglienicke und einem überzeugenden 5:0 bei Hertha Zehlendorf. Gegen diese Mannschaft hatte Lok Leipzig erst vor kurzem ein bitteres 0:2 kassiert.
Jonas Arcalean als potenzieller Derby-Held
In Abwesenheit von Maderer könnte sich Flügelstürmer Jonas Arcalean (28) erneut als Derby-Held profilieren. Der Offensivspieler traf beim 2:0 im Hinspiel und bereitete den zweiten Treffer (von Maderer) vor. Im Sachsenpokal erzielte er beim 3:0 gegen Chemie Leipzig sogar zwei Tore.
Der Kunze-Sportpark ist mit 4999 Zuschauern (darunter 700 Lok-Anhänger) seit Tagen restlos ausverkauft. Der Hallesche FC, der mit acht Punkten Rückstand theoretisch noch mitsprechen könnte, hat keine Lizenz für die 3. Liga beantragt und scheidet somit als Aufstiegskandidat aus.
Für Trainer Jochen Seitz, der die letzten fünf Derbys mit Lok Leipzig gewinnen konnte, bedeutet die Verletzung von Maderer eine taktische Herausforderung. Die Mannschaft muss zeigen, dass sie auch ohne ihren Top-Torschützen der Favoritenrolle gerecht werden kann.



