Lok Leipzig: Sportboss Wachsmuth warnt vor Selbstgefälligkeit trotz Tabellenführung
Lok Leipzig: Wachsmuth warnt vor Selbstgefälligkeit

Lok Leipzig: Sportboss Wachsmuth warnt vor Selbstgefälligkeit trotz Tabellenführung

Die Situation bei Lok Leipzig ist paradox: Während der Verein unangefochten an der Spitze der Regionalliga Nordost thront, schlägt Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth (39) Alarm. Nach dem enttäuschenden 0:2 gegen Schlusslicht Hertha Zehlendorf mahnt er eine Rückbesinnung auf die eigenen Stärken an.

„Nicht normal! Nicht selbstverständlich!“: Wachsmuths deutliche Worte

„Wir dürfen jetzt nicht anfangen, alles infrage zu stellen. Wir müssen uns darauf besinnen, dass wir nach wie vor Erster sind“, fordert Wachsmuth mit Nachdruck. „Wir haben alles in der eigenen Hand. Wir haben noch vier Heimspiele. Für mich gibt es jetzt keinen Grund, hektisch oder unruhig zu werden.“

Doch der Sportchef vermisst etwas Entscheidendes: „Was ich vermisse, ist eine wirkliche Euphorie, dass wir wirklich wieder was richtig Großes schaffen können in diesem Jahr.“ Sieben Spiele sind noch zu absolvieren, um den Meistertitel wie im Vorjahr erneut nach Probstheida zu holen.

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Die Gefahr der Gewöhnung: Tabellenführung als Normalzustand

Wachsmuth analysiert kritisch: „Die Situation ist ähnlich wie im Vorjahr. Aber an sich ist es eine andere Stimmung. Weil es schon lange Zeit ein gewohntes Bild ist, da oben zu stehen. Es ist inzwischen für uns keine Sensation mehr, Tabellenführer zu sein.“

Diese Entwicklung bereitet ihm Sorgen: „Da habe ich das Gefühl, dass die Situation von allen – von der Mannschaft bis hin zu den Zuschauern – als zu normal und selbstverständlich angesehen wird.“

Appell an Team und Fans: Die Gier zurückgewinnen

Der Sport-Geschäftsführer hat konkrete Beobachtungen gemacht: „Ich habe zuletzt das Gefühl bekommen, dass wir das, was uns immer ausgezeichnet hat, etwas vernachlässigt haben – diese Gier, diesen unbedingten Willen, Spiele zu gewinnen. Wir brauchen wieder mehr Mut, Fußball zu spielen.“

Wachsmuth erinnert an die jüngere Vergangenheit: „Noch vor zwei Jahren wäre die aktuelle sportliche Situation utopisch gewesen. Da muss man immer wieder daran erinnern, wo wir herkommen – ohne zu vergessen, wo wir hinwollen.“

Klare Ansage für die Schlussphase der Saison

„Wir sind jetzt Erster und wollen auch Erster bleiben. Das ist eine klare Ansage“, stellt Wachsmuth unmissverständlich klar. „Trotzdem muss es wieder mehr dazu führen, dass wir diese Situation mehr zu schätzen wissen. Siege dürfen nie selbstverständlich sein.“

Das Spiel gegen Zehlendorf diente als schmerzlicher Beweis: „Jedes Spiel ist harte Arbeit. Wenn wir nur bei 80 Prozent sind, gewinnen wir in dieser Liga gegen keinen Gegner.“ Für die entscheidende Phase der Saison fordert der Sportchef: „Wir müssen in den letzten Wochen in absoluter Topform sein.“

Die Verantwortung liegt beim gesamten Verein

Wachsmuth betont die gemeinsame Verantwortung: „Wir entscheiden, wie die Saison ausgehen wird. Da würden viele andere Klubs gerne mit uns tauschen.“ Sein Appell richtet sich an das gesamte Team und die Anhängerschaft, die besondere Situation wertzuschätzen und mit der nötigen Leidenschaft in die letzten Spiele zu gehen.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Lok Leipzig die Warnungen ihres Sport-Geschäftsführers ernst nimmt und die Meisterschaft trotz der aktuellen Stimmungsprobleme erfolgreich verteidigen kann.

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