Nagelsmann und Undav vereinbaren Schweige-Pakt nach WM-Debatte
Nagelsmann und Undav vereinbaren Schweige-Pakt

Vertrauliches Telefonat beendet öffentliche Debatte

Nach dem späten 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana hat sich zwischen Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) und Siegtorschütze Deniz Undav (29) eine bemerkenswerte Entwicklung ergeben. Wie SPORT BILD erfuhr, kam es am Tag nach dem Länderspiel zu einem vertraulichen Telefongespräch zwischen den beiden Protagonisten, das zur Vereinbarung eines medialen Schweige-Pakts führte.

Die Ausgangssituation vor dem entscheidenden Gespräch

Deniz Undav, der mit 23 Toren und 13 Vorlagen in der laufenden Saison statistisch der beste deutsche Stürmer ist, hatte bei den letzten beiden Testspielen vor der anstehenden WM-Kaderbekanntgabe am 12. Mai zunächst auf der Bank gesessen. Gegen die Schweiz erhielt Kai Havertz (26) den Vorzug im Sturmzentrum, gegen Ghana startete Nick Woltemade (24). Erst zur Halbzeit des Ghana-Spiels kam Undav ins Spiel und erzielte in der 88. Minute den spielentscheidenden Treffer zum 2:1-Erfolg.

Dennoch muss der VfB-Stuttgarter Angreifer weiter um seinen WM-Platz zittern. Nach seinem Siegtor hatte Undav öffentlich geäußert, dass er seine vorgesehene Rolle für die Weltmeisterschaft durch weitere Tore vielleicht noch ändern könne. Auf journalistische Nachfrage entgegnete Nagelsmann, dies sei ein unwahrscheinliches Szenario und Undav setze sich mit solchen Aussagen nur selbst unter Druck.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das versöhnliche Telefonat und seine Folgen

Am Dienstag, dem 31. März, griff Nagelsmann zum Hörer und rief seinen Stürmer an. In dem etwa 24 Stunden nach dem Ghana-Spiel geführten Gespräch ging es in erster Linie um die öffentliche Debatte, die nach Undavs Aussagen entbrannt war. Beide Seiten einigten sich darauf, das Thema medial ruhen zu lassen und nicht weiter öffentlich zu diskutieren.

Das gemeinsame Ziel ist klar: Die Debatte soll nicht weiter aufgebauscht werden, sondern Gras über die vielen Geschichten rund um die März-Länderspiele wachsen. Nagelsmann und Undav haben sich verständigt, sich künftig nicht mehr zu diesem spezifischen Thema zu äußern, um kein weiteres Fass aufzumachen oder Raum für Spekulationen zu bieten.

Das Verhältnis bleibt intakt

Trotz der öffentlich ausgetragenen Differenzen ist das Verhältnis zwischen Bundestrainer und Spieler nach wie vor intakt und von großer Offenheit geprägt. Beide wissen, wie der jeweils andere tickt, und schätzen die direkte Kommunikation. Die vereinbarte Schweigepflicht dient dem Schutz beider Seiten vor medialer Zuspitzung und ermöglicht eine konzentrierte Vorbereitung auf die anstehenden Entscheidungen.

Ob es für den torhungrigen Stürmer letztendlich für die WM reichen wird, entscheidet sich jedoch erst in den kommenden Wochen. Bis zur offiziellen Kaderbekanntgabe am 12. Mai bleibt die Situation spannend, doch öffentliche Spekulationen werden von den Beteiligten bewusst vermieden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration