Auswanderin aus Freising heiratet auf Santorini: Vom TV-Begleiteten Neustart zum Traumhochzeit
Freisingerin heiratet auf Santorini nach Auswanderung

Vom bayerischen Freising zur Traumhochzeit auf Santorini: Die Reise einer Auswanderin

Christina Beier, bekannt als Crizi Stern, hat ihren Lebenstraum verwirklicht. Die 38-jährige Bayerin aus Freising wanderte nach Griechenland aus und ließ sich dabei von den Kameras der TV-Show "Goodbye Deutschland" begleiten. Nach Jahren voller Höhen und Tiefen steht nun das große Happy End bevor: Am 26. Mai 2026 wird sie auf der griechischen Insel Santorini ihren Christos (33) heiraten.

Der lange Weg von Oberbayern in die Ägäis

Ihre Liebe zu Santorini entdeckte Christina Beier bereits 2017 während einer Insel-Hopping-Reise. "Ich habe damals schon gemerkt, wie magisch Santorini ist", erinnert sie sich an den schwarzen Lava-Sandstrand, die ikonischen weißen Häuser mit blauen Dächern und die besondere Atmosphäre. Diese Faszination ließ sie nicht mehr los.

Bevor sie Deutschland verließ, machte sich die ehemalige Kellnerin und ausgebildete Köchin selbstständig und ließ sich zum Lifecoach ausbilden. Im Mai 2021 wagte sie dann den endgültigen Schritt und wanderte mitten in der Corona-Pandemie nach Santorini aus. Ihr Weg war jedoch nicht ohne Hindernisse.

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Rückschläge und neue Anfänge vor laufender Kamera

"Mit dem Mann von damals hat es nicht geklappt", berichtet Beier über ihre erste Griechenland-Liebe. Gemeinsam wollten sie eine Bar eröffnen, doch das Vorhaben scheiterte an den Renovierungskosten einer Ruine. "Der Traum ist geplatzt und damit auch die Beziehung." Auch eine weitere Liebesbeziehung ging zu Ende. All diese persönlichen Momente teilte sie bewusst mit dem Fernsehpublikum: "Ich wollte, dass jeder an meiner Geschichte teilhat."

Trotz der Enttäuschungen dachte sie nie ernsthaft an eine Rückkehr nach Freising. "Es hätte sich nicht richtig angefühlt", erklärt sie. Ihre innere Stimme habe ihr gesagt: "Du musst bleiben. Es wird einen Weg geben, du wirst es hinbekommen."

Die große Liebe und beruflicher Neuanfang

Im Mai 2021 traf sie Christos, zunächst nur flüchtig. Heute nennt sie ihn ihren "Seelenverwandten". Nachdem beide ihre vorherigen Beziehungen beendet hatten, fanden sie im Mai 2022 endgültig zueinander. Nach genau 147 Tagen machte er ihr einen Antrag. "Er ist mein Zuhause", schwärmt die Auswanderin.

Beruflich haben die beiden ebenfalls gemeinsame Wege gefunden. Als Tourguides bei Santorini Angels Tours bieten sie maßgeschneiderte Touren in Athen und auf Santorini an, auch im Luxussektor. "Ich verbringe viel Zeit in der Natur, kann hier Menschen glücklich machen und erlebe selbst sehr viel", beschreibt Beier ihren neuen Alltag.

Alltag in Griechenland: Nicht nur Cocktails am Strand

Leben an einer Urlaubsdestination bedeutet nicht Urlaub auf Lebenszeit, betont die Bayerin. "Es ist ein Unterschied, ob man in Athen oder Santorini Urlaub macht oder ob man dort wohnt." Papierkram, Organisation und der Verkehr in Athen gehören zum Alltag. "Manchmal ist es purer Stress, aber es zahlt sich am Ende aus. Wir haben schon volle Tage, manchmal arbeiten wir bis zu 16 Stunden am Tag."

Auffällig sei das langsamere Tempo im griechischen Alltag: "Die Uhren ticken hier im Alltag deutlich langsamer: sei es bei den Behörden oder an der Supermarkt-Kasse."

Die Traumhochzeit auf der Lieblingsinsel

Rund 80 Gäste werden zur Hochzeit am 26. Mai 2026 erwartet - "schnuckelig für eine griechische Hochzeit". Gefeiert wird in dem Restaurant, in dem sich das Paar kennengelernt hat. Über ihr Brautkleid verrät Beier nur: "Es geht nicht in Richtung Lady Gaga. Es ist ein Kleid, mit dem niemand gerechnet hat, aber es ist traumhaft schön und repräsentiert meine Persönlichkeit."

Die Details der Hochzeit werden später in "Goodbye Deutschland" zu sehen sein, der genaue Sendetermin steht noch nicht fest.

Tipps für Auswanderer und Santorini-Reisende

Aus ihrer Erfahrung heraus rät Beier allen Auswanderungswilligen: "Ich rate jedem, vor einer Auswanderung längere Zeit, zum Beispiel vier Wochen, an seinem Herzensort zu leben." Man müsse den Alltag, die Kultur und die Gepflogenheiten wirklich kennenlernen. "Als ich ausgewandert bin, bin ich schnell auf den Boden der Tatsachen geknallt. Das normale Leben ist fernab von dem des Urlaubs."

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Für Santorini-Reisende empfiehlt sie die Zeit "ein bis zwei Wochen vor dem griechischen Ostern" oder Mitte bis Ende September. Dann sei es schon warm beziehungsweise noch angenehm, aber weniger überlaufen als in der Hauptsaison zwischen Juni und August. Ein unvergessliches und kostenloses Erlebnis bleibe der Sonnenuntergang, besonders in Imerovigli: "Dort ist der Sonnenuntergang genauso schön wie in Oia."

Heimweh und Zukunftsperspektiven

Trotz ihres Glücks in Griechenland hat Christina Beier manchmal Heimweh: "Ich merke, dass ich meine Wurzeln oft stark vermisse. Ich vermisse es zum Beispiel, Deutsch zu sprechen, meine Eltern und Freunde natürlich – oder die deutsche Pünktlichkeit."

Eine Rückkehr nach Deutschland plant sie jedoch nicht in den nächsten Jahren. Sollte es irgendwann in ferner Zukunft soweit sein, stünde ihr Bald-Ehemann dem nicht im Weg: Christos mag München, die Isar – und Obazda mit Brezn.

Ihre Botschaft an alle, die mit Auswanderungsgedanken spielen, bleibt klar: "Ich bin bis heute felsenfest davon überzeugt, dass es sich lohnt, für seine Träume loszugehen. Ich möchte jeden ermutigen, auf seine eigene Stimme, auf sein Herz zu hören und das zu machen, was einen erfüllt." Für sie war und ist die Auswanderung nach Griechenland die "beste Entscheidung" ihres Lebens.