Deutsche Nationalmannschaft startet erfolgreich ins WM-Jahr
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat unter Bundestrainer Julian Nagelsmann einen perfekten Start ins WM-Jahr hingelegt. Nach einem 4:3-Sieg in der Schweiz und einem 2:1-Erfolg gegen Ghana in Stuttgart stehen nun bereits sieben Siege in Serie zu Buche. Nagelsmann zeigte sich nach den beiden Testspielen zufrieden und betonte die gewonnenen Erkenntnisse für die anstehende Weltmeisterschaft.
Positive Bilanz nach zwei Testspielen
„Wir haben Erkenntnisse gewonnen, die wir jetzt verarbeiten. Wir haben ein paar Schritte nach vorne gemacht Richtung WM“, resümierte der 38-jährige Bundestrainer nach dem spät erzwungenen 2:1 gegen Ghana. Interessanterweise gefiel Nagelsmann dieses Spiel als Trainer sogar besser als das wilde und unterhaltsame 4:3 in der Schweiz, da es wichtige taktische Lehren für die Mannschaft bot.
Kapitän Joshua Kimmich hob hervor: „Wir haben sicherlich zwei nicht perfekte Spiele gemacht. Aber wir haben beide Spiele trotzlich gewonnen.“ Diese Mentalität und die sieben Siege in Serie stärken das Selbstvertrauen der Mannschaft enorm, auch wenn Nagelsmann Deutschland nicht als Favoriten für den WM-Pokal sieht.
WM-Vorbereitung nimmt konkrete Formen an
Die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft nimmt nun konkrete Formen an. Am 12. Mai wird Nagelsmann seinen endgültigen WM-Kader nominieren, nur 13 Tage später beginnt die unmittelbare Turniervorbereitung in Herzogenaurach. Der Bundestrainer äußerte dabei klare Wünsche an seine Spieler: „Ich drücke allen Spielern die Daumen, dass sie die Saison in ihren Vereinen bestmöglich beenden.“
Nagelsmann hofft auf fitte, formstarke Akteure und wünscht sich möglichst viele Titelgewinne bei den Vereinen seiner Nationalspieler. „Dann haben wir nochmal zwei schöne Tests gegen Finnland und die USA - und dann sind wir sehr gut präpariert und geben alles für ein gutes Turnier“, so der Optimismus des Trainers.
Offensive Vielfalt und neue Talente
Besonders beeindruckend präsentiert sich die Offensive der Nationalmannschaft. Florian Wirtz entwickelt sich zum echten Unterschiedsspieler, Kai Havertz kehrte nach 16 Monaten Pause sofort in die Stammformation zurück und übernahm gegen Ghana sogar die Verantwortung als Elfmeterschütze. Serge Gnabry zeigt konstant starke Leistungen, und Deniz Undav bewies mit seinem späten Siegtor gegen Ghana seine Qualitäten als Joker.
Eine besondere Entdeckung war der 18-jährige Lennart Karl, der bei seinen ersten Länderspielminuten mit Dribblings und Forscherheit überzeugte. Nagelsmann zeigte sich begeistert: „Ich finde, er hat einen Supereindruck gemacht. Er hat investiert in beiden Spielen, er ist marschiert. Er hat den ersten Minischritt gemacht in die A-Nationalmannschaft.“ Karl hat sich damit wohl in den WM-Kader gespielt.
Rollenverteilung und Teamgeist
Für die WM darf Nagelsmann 26 Spieler mit nach Amerika nehmen, und bereits jetzt hat der Bundestrainer klare Rollen verteilt. Die erste Elf steht im Grunde fest, auch wenn Matchwinner Deniz Undav deutlich mehr sein möchte als „nur“ ein Joker. Nagelsmann bekräftigte jedoch: „Ich glaube zu wissen, dass wir auch im Sommer auf jeden Fall Joker brauchen, die in der Lage sind, Spiele zu entscheiden.“
Ein kleiner Wermutstropfen waren die Pfiffe gegen Leroy Sané bei seiner Einwechslung in der 78. Minute. Nagelsmann wünschte sich mehr Unterstützung für den Spieler, solange er „den Adler auf der Brust trägt“. Sané revanchierte sich mit einer gekonnten Kopfball-Vorlage am Siegtor. Deniz Undav richtete einen Appell an die Fans: „Wir brauchen jeden Spieler, egal ob man Leroy mag oder nicht, wir werden ihn brauchen. Wir sind eine Mannschaft, wir sind eine Nation, wir müssen zusammenhalten.“
Insgesamt hinterlässt die erfolgreiche Testspielwoche ein positives Gefühl bei Bundestrainer, Spielern und Fans. Die Richtung stimmt, das Team entwickelt sich weiter, und mit sieben Siegen in Serie wächst die Vorfreude auf die anstehende Weltmeisterschaft.



