Manuel Neuers bittersüße Abschiedsvorstellung im legendären Bernabéu
Neuers bittersüße Erinnerungen an Real Madrid

Ein letzter Gruß an die Pfosten: Neuers emotionaler Abschied im Bernabéu

Am Dienstagabend betritt Manuel Neuer wahrscheinlich zum letzten Mal den Rasen des legendären Estadio Santiago Bernabéu. Der Kapitän des FC Bayern München steht vor einem emotionalen Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid, das nicht nur sportlich, sondern auch persönlich von großer Bedeutung ist. Mit seinen 40 Jahren könnte dieser Auftritt den Schlusspunkt seiner Besuche in einer der furchteinflößendsten Arenen der Welt markieren.

Ein Ritual mit Symbolkraft

Bekannt ist Neuer für sein ganz persönliches Ritual: Vor jedem Spielanpfiff begrüßt er die Torpfosten mit einem liebevollen Tätscheln, bevor er mit beiden Händen gegen die Latte klatscht. „Hallo, ihr lieben Pfosten, ich bin's, der Manu. Und servus, Latte! Auf ein gutes Spiel!“ – so lautet sein stiller Gruß. Am Dienstag wird dieser Gruß im Bernabéu besondere Bedeutung tragen, denn es könnte der letzte sein.

Die Entscheidung über die Karriere

Noch hat der Weltmeister von 2014 und fünffache Welttorhüter nicht offiziell verkündet, ob er seine große Karriere nach 15 Jahren beim FC Bayern beenden wird. Doch die Anzeichen mehren sich, dass er Ende Mai tatsächlich Adiós sagt und seinen Vertrag nicht noch einmal verlängert. Dies macht das Duell gegen Real Madrid zu einer potenziellen Abschiedsvorstellung auf größter Bühne.

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Bittersüße Erinnerungen an Madrid

An den Bernabéu im Madrider Stadtteil Chamartín hat Neuer gemischte Erinnerungen:

  • 2012 – Der größte Coup: Im Halbfinal-Rückspiel glückten dem damals 26-jährigen Neuer nach seinem Wechsel vom FC Schalke Heldentaten. Nach einem 1:2 nach Verlängerung parierte er im Elfmeterschießen die Versuche von Cristiano Ronaldo und Kaká, während Sergio Ramos über die Latte schoss. Bastian Schweinsteigers entscheidender Elfer bescherte Bayern das „Finale dahoam“ unter Jupp Heynckes.
  • 2014 – Der Albtraum: In der ersten Saison unter Pep Guardiola unterlagen die Bayern im Hinspiel mit 0:1. Das Rückspiel in der Allianz Arena endete jedoch in einer 0:4-Pleite – bis dato Bayerns höchste Heimniederlage in der Champions League. Guardiola nahm diese taktische Niederlage auf seine Kappe.
  • 2017 – Kontroverse und Verletzung: Unter Carlo Ancelotti musste Bayern nach einem 1:2 im Hinspiel in Madrid drehen. Schiedsrichter Viktor Kassai sorgte mit zweifelhaften Entscheidungen für Aufsehen, darunter eine Gelb-Rote Karte gegen Arturo Vidal und zwei anerkannte Abseitstore von Ronaldo. Neuer zog sich eine Fußfraktur zu, hielt aber durch.
  • 2024 – Die jüngste Enttäuschung: Mit einem 2:2 aus dem Hinspiel reiste Bayern unter Thomas Tuchel an. Nach Alphonso Davies' Führungstreffer sah es bis zur 88. Minute nach dem Finaleinzug aus, doch Joselu erzielte zwei späte Tore für Real und beendete Bayerns Träume.

Erinnerungsstücke und Abschiedsgedanken

Neuer hat bereits angekündigt, dass er von besonderen Spielen Erinnerungsstücke mitnimmt. „Von den Champions League-Finals 2013 und 2020 habe ich Teile der Tornetze mitgenommen“, verriet er kürzlich. „Die lagern aktuell noch ordentlich verstaut zusammen mit den getauschten Trikots bei mir zu Hause.“ Ob er sich auch aus dem Bernabéu ein Andenken mitnehmen wird, bleibt abzuwarten.

Das Spiel am Dienstag ist nicht nur sportlich hochkarätig, sondern auch eine emotionale Reise durch Neuers Karriere – geprägt von triumphalen Siegen und schmerzhaften Niederlagen. Für den Torhüter könnte es der letzte Akt in einer langen Geschichte mit Real Madrid sein.

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