Ex-Nationalspieler Philipp Max verlässt Gamba Osaka nach nur sieben Wochen
Philipp Max verlässt Gamba Osaka nach sieben Wochen

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Philipp Max hat seinen Vertrag beim japanischen Erstligisten Gamba Osaka nach nur sieben Wochen wieder aufgelöst. Der 32-jährige Linksverteidiger war erst Mitte März beim aktuellen Tabellendritten der Gruppe B der J-League angeheuert worden, um ein neues Kapitel in seiner Karriere zu beginnen. Doch daraus wurde nichts: Ohne einen einzigen Einsatz verlässt Max den Verein bereits wieder und ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate vereinslos.

Vertrag in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst

Wie Gamba Osaka am Donnerstag mitteilte, wurde der Vertrag in beidseitigem Einvernehmen mit sofortiger Wirkung beendet. Max selbst begründete den Schritt mit seiner körperlichen Verfassung. „Nachdem ich mich in den letzten Wochen intensiv mit meiner körperlichen Verfassung auseinandergesetzt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es mir schwerfallen wird, auf dem Platz einen ausreichenden Beitrag für die Mannschaft zu leisten“, wurde der Ex-Nationalspieler von Osakas Vereinsseite zitiert. Interessanterweise schrieb der Klub in der Mitteilung mehrfach den Vornamen des Deutschen falsch.

Max betonte, dass ihm die Entscheidung nicht leichtgefallen sei, er sie aber für den richtigen Schritt halte. „Ich wünsche Gamba Osaka weiterhin viel Erfolg. Ich werde den Verein auch in Zukunft mit Respekt verfolgen“, sagte er zum Abschied. In den sieben Wochen, die er in Japan unter Vertrag stand, kam der 32-Jährige auf keinen einzigen Einsatz und stand nur einmal im Kader des deutschen Trainers Jens Wissing.

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Neuanfang in Japan fehlgeschlagen

Max hatte bei Osaka eigentlich einen Neuanfang starten wollen, nachdem sein Engagement bei Panathinaikos Athen nicht von Erfolg gekrönt war. Auch dort wurde sein Vertrag im Januar aufgelöst, nachdem Max immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Bei seiner Ankunft in Japan hatte sich der Linksverteidiger noch zuversichtlich gegeben: „Ich werde alles geben für diesen wunderbaren Verein. Lasst uns gemeinsam viele Siege einfahren“, hatte der 32-Jährige bei seiner Vertragsunterschrift getönt. Daraus wurde nichts.

Karriere von Philipp Max

Max, der einst beim FC Augsburg den Durchbruch in der Bundesliga schaffte und zwischenzeitlich als vielversprechendster deutscher Linksverteidiger galt, absolvierte 2020 unter Joachim Löw drei A-Länderspiele für Deutschland. Von Augsburg wechselte er im selben Jahr zur PSV Eindhoven, wo er 2022 niederländischer Pokalsieger wurde. Im Januar 2023 zog es den gebürtigen Viersener dann zurück in die Bundesliga: Bei Eintracht Frankfurt konnte Max jedoch nur selten an seine frühere Form anknüpfen. Es folgten die erfolgslosen Wechsel nach Athen und Osaka.

Wie es für den Olympiazweiten von 2016 nun weitergeht, ist völlig offen. Der Abwehrspieler ist erneut auf der Suche nach einem Verein, der ihm die Chance auf eine sportliche Renaissance bietet. Ob er in Europa oder vielleicht doch wieder in Asien anheuert, bleibt abzuwarten.

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