Preußen Münster: Trainer Alois Schwartz muss an drei Schlüsselstellen drehen
Preußen Münster: Schwartz muss an drei Schlüsselstellen drehen

Preußen Münster: Alois Schwartz vor der Rettungsmission mit drei zentralen Baustellen

Der Zweitligist Preußen Münster hat mit Alois Schwartz einen neuen Trainer verpflichtet, der als erfahrener Feuerwehrmann gilt. Nach Stationen beim SV Sandhausen (2021/2022) und Hansa Rostock (2022/2023) könnte ihm mit dem aktuellen Tabellenletzten ein Hattrick als Retter gelingen. Doch die Zeit drängt: Mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz 15 und sieben verbleibenden Spielen ist die Lage dramatisch, aber nicht hoffnungslos. Schwartz, der kürzlich 59 Jahre alt wurde und über 222 Zweitliga-Spiele als Trainer verfügt, muss schnell wirksame Maßnahmen umsetzen, um das Ruder herumzureißen. Seine Assistenten Kieran Schulze-Marmeling und Jannis Hohenhövel unterstützen ihn dabei beim Kennenlernen der Mannschaft.

Defensivschwäche: Die Achillesferse der Preußen

Die Stabilität in der Abwehr ist in der Rückrunde rasant verloren gegangen. In den letzten beiden Partien gegen direkte Konkurrenten wie Dresden (0:6) und Magdeburg (1:3) kassierte das Team neun Tore. Torhüter Johannes „Jojo“ Schenk und seine Vorderleute zeigten dabei mehrfach Schwächen. Mit einem Torverhältnis von -16 haben die Preußen hinter Greuther Fürth (-19) das zweitschlechteste im deutschen Fußball-Unterhaus. Schwartz betont: „1,7 Gegentore im Schnitt bedeuten, dass drei Treffer pro Spiel erzielt werden müssen, um erfolgreich zu sein. Daran müssen wir dringend arbeiten.“ Er verfügt mit Innenverteidigern wie Jannis Heuer, Paul Jaeckel, Torge Paetow und Niko Koulis über potenzielle Stützen, und auch Schenk muss sich gegen Konkurrent Morten Behrens beweisen.

Flügellahm: Das Mittelfeld braucht mehr Dynamik

Unter Vorgänger Alexander Ende wurde ein Kurzpassspiel durchs Zentrum zelebriert, das zu Saisonbeginn ansehnlich war. Doch mit fortschreitender Saison konnten die Preußen ihr Rauten-System kaum noch durchbringen und wurden von Gegnern decodiert, ohne einen Plan B zu haben. Auffällig war, dass über die Außenbahnen zu wenig Gefahr entstand – abgesehen von vereinzelten Vorstößen von Jano ter Horst. Schwartz will daher das Flügelspiel wiederbeleben, was Chancen für Winterverpflichtungen wie Shin Yamada und Tobias Raschl bieten könnte, die über solide Grundschnelligkeit verfügen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Strafraumpower: Mehr Wucht im Angriff gefordert

Münsters Angreifer waren oft zu ballverliebt und versuchten, die Kugel bis ins gegnerische Gehäuse zu tragen. Schwartz legt dagegen Wert auf mehr Präsenz im Strafraum. Mit Imad Rondic und Lars Lokotsch hat er zwei echte Ankerspieler, die ihre Körper robust einsetzen können. Durch geplante Flanken von den Flügeln sollen sie gefüttert werden, während spielstarke Offensivkräfte wie Vilhelmsson, Etienne Amenyido, Oliver Batista-Meier oder Joshua Mees von ihren Ablagen profitieren können. Lange Bälle nach vorn werden unter Schwartz wahrscheinlich wieder ein fester Bestandteil sein, im Gegensatz zu Endes spielerischem Ansatz, der Torhüter Schenk oft als Libero agieren ließ und zu Fehlern führte.

Schwartz muss diese Probleme bis zum nächsten entscheidenden Spiel am Ostersonntag bei Holstein Kiel in den Griff bekommen, um den Klassenerhalt nicht zu gefährden. Die kommenden Tage sind entscheidend für die Zukunft der „Schwarz-Weiß-Grünen“.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration