Champions League: Wie PSG eine neue Ära einläutete
PSG: Triumph in der Champions League läutet neue Ära ein

Champions League: Wie PSG eine neue Ära einläutete

Paris Saint-Germain hat den Ruf eines reinen Star-Ensembles abgelegt und überzeugt längst im Kollektiv. Der Triumph in der Champions League vor rund einem Jahr markierte dabei den Wendepunkt eines langen Reifeprozesses.

Weil man in Europa nicht allein durch nationale Dominanz wächst, war die Champions League für Paris Saint-Germain stets Gradmesser und Sehnsuchtsort zugleich. 15 Jahre nach dem Einstieg von Qatar Sports Investments ist der Klub dort angekommen, wo er immer hinwollte: ganz oben. Am 31. Mai 2025 demontierte die Franzosen Inter Mailand in der Allianz Arena mit 5:0 und holte erstmals den Henkelpott nach Paris.

Achraf Hakimi traf früh, Teenager Désiré Doué schnürte einen Doppelpack, Khvicha Kvaratskhelia und Joker Senny Mayulu vollendeten eine historische Gala. Es war der höchste Finalsieg der Wettbewerbsgeschichte seit 1956, zudem krönte PSG damit das Triple aus Ligue 1, Coupe de France und Königsklasse.

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Der Triumph ist mehr als ein Titel. Er steht für einen radikalen Strategiewechsel. Luis Enrique machte 2023 unmissverständlich klar, dass er nur unter neuen Vorzeichen unterschreibt – ohne ein allmächtiges Star-Trio. Lionel Messi war bereits gegangen, Neymar wurde abgegeben, später folgte auch Kylian Mbappé.

Das Erfolgsrezept von PSG

Was folgte, war die Abkehr von der „Republik der Spieler“. Unter Luis Enrique und Berater Luis Campos entstand ein klar strukturiertes Projekt mit sportlicher Hierarchie. Das Ergebnis: ein laufstarkes, pressingintensives Team, das in Europa nicht nur kontrolliert, sondern begeistert.

Die Reife kam schmerzhaft. Zwischen 2017 und 2019 scheiterte Paris dreimal in Folge im Achtelfinale – darunter das 1:6 in Barcelona. Der Druck aus Doha wuchs, die Verheißung vom schnellen Titel blieb unerfüllt.

Heute wirkt der Klub gefestigt. PSG steht vor der Chance, zum zweiten Mal in Serie das Finale zu erreichen – ein Kunststück, das in den vergangenen 25 Jahren nur Real Madrid, Liverpool, dem FC Bayern und Manchester United gelang.

PSG will die Champions League erneut gewinnen

Parallel wuchs die politische Schlagkraft. Nasser Al-Khelaifi ist Präsident von PSG und beIN Media Group, Vorsitzender der ECA sowie Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees. Diese Ämterfülle begleitete den Weg an die Spitze – entscheidend war jedoch der sportliche Paradigmenwechsel.

Seit München hat sich auch die Wahrnehmung verändert. Aus dem belächelten Emporkömmling ist ein europäischer Taktgeber geworden. PSG hat bezahlt, gelernt – und gewonnen.

Das wollen sie am Mittwoch erneut unter Beweis stellen. Und zwar wieder in der bayerischen Landeshauptstadt. Dann steht das Halbfinale-Rückspiel gegen die Bayern (ab 21 Uhr im LIVETICKER) auf dem Programm, in dem der erneute Finaleinzug perfekt gemacht werden soll.

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