Am Dienstagnachmittag checkte die PSG-Delegation im Design-Hotel Andaz am Schwabinger Tor ein. Ursprünglich wollte man, wie beim Champions-League-Triumph 2025 (5:0 gegen Inter Mailand) ins gleiche Hotel. Damals wurde den Franzosen das Hotel Infinity in Unterschleißheim von der Uefa zugewiesen. Dort wollte PSG aus Aberglauben wieder hin, aber – Pech gehabt: Denn dort beziehen die Bayern vor Heimspielen traditionell ihr Tagesquartier. Auch wegen der nur rund 20 Kilometer Entfernung zur Allianz Arena.
Allianz Arena weckt bei PSG-Trainer Luis Enrique „schöne Erinnerungen“. Und dennoch zieht PSG-Trainer Luis Enrique aus der Rückkehr seiner Mannschaft an die Stätte des größten Vereinserfolges etwas Positives. München und die Arena, das wecke „schöne Erinnerungen“, sagte der Spanier, es sei „auch unser Zuhause“. Man kann es sich ja schönreden.
Ein-Tore-Ursprung und offensive Wucht sprechen für PSG
Aber sonst? Was spricht wirklich für den Titelverteidiger? Einerseits natürlich, rein mathematisch, der Ein-Tore-Vorsprung. Ein Remis reicht PSG fürs Finale. Zweitens die unglaubliche Wucht der drei Offensiv-Stars um Weltfußballer Ousmane Dembélé (zwei Tore, eine Vorlage beim 5:4 im Hinspiel), Linksaußen Khvicha Kvaratskhelia (zwei Tore) und Rechtsaußen Désiré Doué (zwei Vorlagen). Mit ihnen hatten Bayerns Rechtsverteidiger Josip Stanisic sowie die Linksverteidiger Alphonso Davies und Konrad Laimer (ab Halbzeit zwei) große Probleme.
Von der Bank kann Enrique noch den ebenso schnellen Bradley Barcola bringen oder Mittelstürmer Goncalo Ramos, eher der Brechertyp. Plus die Teenie-Talente Senny Mayulu (19) und Ibrahim Mbaye (18).
PSG-Umschaltspieler können Bayerns wacklige Defensive ausnutzen
Ein Plus für die pfeilschnellen Umschaltmonster von PSG: Bayerns wacklige Defensive. 4:3 in Mainz, 4:5 in Paris, 3:3 gegen Heidenheim – so lauteten Bayerns letzte Ergebnisse. Elf Gegentore! Und dann auch noch ständig diese Rückstände! Fünf Mal in den letzten sechs Spielen. Mit einer frühen Führung will PSG Bayerns Moral brechen.



