Galatasaray Istanbul hat einen schweren Rückschlag im Kampf um die türkische Meisterschaft erlitten. Die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler Leroy Sané unterlag Samsunspor mit 1:4 und ließ dabei eine Vorentscheidung im Titelrennen liegen. Statt den Vorsprung auszubauen, schrumpfte die Führung auf Fenerbahce auf nur noch vier Punkte bei noch zwei ausstehenden Spieltagen.
Albtraum-Abend für Galatasaray
Die Partie begann für den Tabellenführer optimal. Bereits in der neunten Minute erzielte Yunus Akgün mit einem Lupfer in die lange Ecke die frühe Führung. Doch danach verloren die Gäste völlig den Faden. Victor Osimhen wurde vom ehemaligen Hamburger Rick van Drongelen ausgeschaltet, und das Mittelfeld fand keine Ordnung mehr. Samsunspor glich noch vor der Pause durch Marius aus (22.).
Nach dem Seitenwechsel drehten die Gastgeber auf. Cherif Ndiaye (57.), erneut Marius (71.) und wieder Ndiaye (82.) sorgten für die klare 4:1-Führung. Die Presse reagierte gnadenlos: Die Sportzeitung Fanatik titelte „Galatasaray ist in Samsun untergegangen!“, während Hürriyet von einem „herben Rückschlag“ sprach.
Sané zweimal nur Zentimeter vom Tor entfernt
Leroy Sané, der als Rechtsaußen begann, war der auffälligste Spieler auf dem Platz. In der 36. Minute hätte er fast eine Ecke direkt verwandelt, doch Torhüter Okan Kocuk rettete auf der Linie. In der 60. Minute war Kocuk bereits geschlagen, aber Sanés Flachschuss aus 16 Metern donnerte an den Pfosten – es wäre das 2:2 gewesen.
Rote Karte für Torwart Güvenc
Zu allem Überfluss musste Galatasaray die Partie in Unterzahl beenden. In der 63. Minute unterlief Osimhen ein katastrophaler Rückpass über den halben Platz, woraufhin Keeper Günay Güvenc den Ball mit der Hand vor dem eigenen Strafraum rettete, um ein sicheres Gegentor zu verhindern. Die Folge: die Rote Karte.
Entscheidung in den letzten beiden Spielen
Nachdem Galatasaray bereits den Pokalsieg verpasst hat, entscheiden nun die Partien gegen Antalya und Kasimpasa über die Meisterschaft. Der Vorsprung auf Fenerbahce beträgt nur noch vier Punkte, und die Konkurrenz hat nach dem Trainerwechsel unter Domenico Tedesco neuen Auftrieb erhalten. Der Titelkampf bleibt bis zum letzten Spieltag offen.



