Der Handball-Primus SC Magdeburg hat nach der Enttäuschung beim Pokal-Final4 in die Erfolgsspur zurückgefunden. In der Bundesliga besiegte der Tabellenführer den zuvor sieben Spiele ungeschlagenen TVB Stuttgart mit 30:26. Dabei gelang SCM-Urgestein Tim Hornke ein besonderer Meilenstein: Der 35-jährige Routinier erzielte sein 1000. Feldtor in der Handball-Bundesliga. Im Sommer wird der Rechtsaußen seine Karriere beenden.
Pokal-Schmach abgeschüttelt
Nach zwei Pleiten und nur Platz vier beim Pokalturnier in Köln stand die Frage im Raum, wie der HBL-Tabellenführer reagieren würde. Die Antwort: Mit einem Sieg, jedoch ohne überragende Dominanz. Beim TVB Stuttgart, der seit sieben Spielen ungeschlagen war, tat sich der SCM anfangs schwer. Nach 20 Minuten führten die Gastgeber bereits mit drei Toren (12:9). TVB-Trainer Misha Kaufmann zeigte sich zur Pause beim Stand von 12:11 zufrieden: „Bleiben wir bei uns. Alles, was wir konsequent machen, ist super. Wir greifen Bergendahl mit schnellen Kreuzungen an und er ist im Arsch – da kommt er nicht hinterher.“ SCM-Trainer Bennet Wiegert fürchtete die nächste Enttäuschung und mahnte: „Das Wichtigste ist jetzt, dass wir die Ruhe behalten.“ Mit einem 14:14-Remis ging es in die Kabinen – alles offen für die zweite Hälfte.
Arbeitssieg in Stuttgart
Nach dem Seitenwechsel startete der Elbe-Klub bissiger und übernahm die Führung. Routinier Tim Hornke verwandelte seinen dritten Siebenmeter und brachte Magdeburg erstmals mit zwei Toren in Front (20:17, 39. Minute). Kaufmann kommentierte: „Das ist die Phase, jetzt wird es schwierig.“ Sein TVB blieb jedoch im Spiel und ließ sich vom konsequenter werdenden Champions-League-Sieger nicht abschütteln. Überraschend war, dass nicht Gisli Kristjansson oder Omar Ingi Magnusson die besten Werfer der Gäste waren, sondern Albin Lagergren, der in dieser Saison meist nur auf der Bank saß, mit sechs Treffern. Das Highlight beim 30:26-Sieg der Magdeburger war der Treffer von Tim Hornke zum 29:25 – sein 1000. Feldtor in der Handball-Bundesliga. Der Rechtsaußen beendet im Sommer seine Karriere. Mit Unterbrechung verbrachte Hornke insgesamt elf Jahre beim Elbe-Klub und gewann unter anderem zwei Meistertitel und zweimal die Champions League.



