Mainz 05 stoppt Hoffenheims Aufstieg mit beeindruckendem Auswärtssieg
Die TSG Hoffenheim hat im Rennen um die begehrten Champions-League-Plätze einen herben Rückschlag erlitten. Im heimischen Stadion unterlag das Team von Trainer Christian Ilzer dem FSV Mainz 05 mit 1:2 (1:1) und verpasste damit wichtige Punkte im Endspurt der Bundesliga-Saison.
Doppelpacker Tietz wird zum Schrecken der Kraichgauer
Phillip Tietz entwickelte sich zum unangenehmen Gegenspieler für die Hoffenheimer Abwehr. Der Stürmer erzielte bereits in der 13. Minute die frühe Führung für Mainz, als er eine Flanke von Philipp Mwene gekonnt ins lange Eck köpfte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Fisnik Asllani (23.) sicherte Tietz in der 79. Spielminute mit seinem zweiten Treffer den verdienten Sieg für die Gäste.
Die Mainzer präsentierten sich erneut in starker Form und blieben nun im sechsten Ligaspiel in Serie ungeschlagen. Trainer Urs Fischer hatte sein Team trotz der jüngsten Erfolgsserie zur Demut gemahnt: „Wir waren mal Letzter, jetzt sind wir Elfter“, sagte der Coach vor der Partie, „aber abgerechnet wird nach 34 Spieltagen. Geschafft ist noch gar nichts.“
Hoffenheims Formkrise setzt sich fort
Für die Kraichgauer war es bereits die zweite Niederlage in Folge – ein Novum in dieser Spielzeit. Von den letzten sechs Bundesligapartien konnte Hoffenheim lediglich einen Sieg verbuchen, und das gegen das Tabellenschlusslicht Heidenheim. Diese schwache Phase kommt zur denkbar ungünstigsten Zeit, da der Kampf um die internationalen Plätze in die entscheidende Phase geht.
Die Hoffenheimer zeigten sich nach dem frühen Rückstand sichtlich geschockt und hatten zunächst erhebliche Probleme, ihr gewohntes Kombinationsspiel zu entwickeln. Zwar gelang Asllani mit einem Traumtor aus 18 Metern der Ausgleich, doch insgesamt fehlte der Ilzer-Elf die nötige Durchschlagskraft im entscheidenden Moment.
Spannende Partie mit Torchancen auf beiden Seiten
Das Spiel entwickelte sich nach dem Ausgleich zu einer unterhaltsamen Begegnung mit guten Torchancen auf beiden Seiten. Hoffenheims Alexander Prass (28.) und Albian Hajdari (31.) vergaben gute Möglichkeiten, während Mainz-Torhüter Oliver Baumann stark gegen Jae-sung Lee (25.) und Paul Nebel (43.) parierte.
Im zweiten Durchgang erwischten die Mainzer erneut den besseren Start. Stefan Posch vergab in der 49. Minute eine Großchance aus nur drei Metern. Obwohl Hoffenheim-Trainer Ilzer nach einer Stunde mit der Einwechslung von Andrej Kramaric frischen Wind bringen wollte, gelang der Offensive bis auf einen Pfostentreffer von Wouter Burger (81.) kaum ein Durchkommen.
Die Mainzer präsentierten sich vor 30.150 Zuschauern als erwartet unangenehmer Gegner, agierten bissig in den Zweikämpfen und standen defensiv äußerst kompakt. Ohne den verletzten Nadiem Amiri bewies das Team von Urs Fischer erneut seine mentale Stärke und bewegt sich mit nun 33 Punkten immer weiter vom Abstiegskampf weg.
Während Mainz am Donnerstag das Viertelfinal-Hinspiel in der Conference League gegen Racing Straßburg bestreitet, muss Hoffenheim dringend die Formkurve nach oben korrigieren, um die Champions-League-Träume nicht platzen zu lassen.



