Joker Tigges erzielt Doppelpack: Paderborn dreht Spiel gegen Dresden
Der SC Paderborn hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga einen wichtigen Comeback-Sieg gefeiert. Beim 2:1-Heimsieg gegen Aufsteiger Dynamo Dresden entschied der eingewechselte Steffen Tigges die Partie mit einem Doppelpack und setzte dabei eine bemerkenswerte Kopfball-Serie fort.
Tigges dreht das Spiel nach Einwechslung
Super-Joker Steffen Tigges brachte den SC Paderborn mit seinen beiden Treffern in der 66. und 85. Minute zurück auf Erfolgskurs. Der Angreifer, der in der zweiten Halbzeit für Top-Torschütze Filip Bilbija eingewechselt worden war, traf beide Male per Kopf und drehte damit eine 0:1-Halbzeitführung der Dresdner in einen 2:1-Heimsieg. Vincent Vermeij hatte die Gäste in der 32. Minute in Führung gebracht.
Mit diesem Doppelpack setzte Tigges eine außergewöhnliche Serie fort: Es waren seine Saisontore fünf und sechs, und alle sechs Treffer erzielte der frühere Kölner ausschließlich mit dem Kopf – und das stets vor eigenem Publikum in der Paderborner Heimspielstätte.
Tabellensituation im Aufstiegsrennen
Durch diesen Sieg sprang Paderborn mit nun 51 Punkten zunächst auf den zweiten Tabellenplatz und damit auf einen direkten Aufstiegsrang. Allerdings war dieser Platz nur von kurzer Dauer, da am selben Abend noch das Topspiel des 27. Spieltags zwischen Schalke 04 und Darmstadt 98 anstand. Die Schalker konnten mit einem Sieg die Paderborner ebenso überholen wie die Lilien aus Darmstadt, die vor dem Spieltag auf 49 Punkten standen.
Für Dynamo Dresden bedeutete die Niederlage das Ende einer positiven Serie: Die Mannschaft verließ erstmals nach vier Partien wieder als Verlierer das Feld und musste sich mit der Auswärtsniederlage begnügen.
Spielverlauf mit zahlreichen Chancen
Trainer Ralf Kettemann hatte nach dem jüngsten Remis in Bielefeld personell reagiert und Top-Torschütze Filip Bilbija zunächst auf die Bank gesetzt. Die erste Halbzeit verlief mit Chancen auf beiden Seiten: Vermeij prüfte SCP-Torhüter Dennis Seimen bereits in der 9. Minute, während auf der Gegenseite Laurin Curda in der 18. Minute eine Hereingabe aus kurzer Distanz über das Tor setzte.
Nach der Führung durch Vermeij, der nach einer Ecke am zweiten Pfosten frei zum Kopfball gekommen war, nahm die Partie spürbar Fahrt auf. In der zweiten Halbzeit vergaben beide Teams hochkarätige Chancen. Dresden hätte nach einer Doppelchance durch Ben Bobzien (54., Latte) und Jason Ceka (54.) oder durch Christoph Daferner (63.) erhöhen können, ehe Tigges zum ersten Mal zuschlug.
Stefano Marino vergab in der 78. Minute bei einem Konter über Tigges die riesige Chance auf die vorzeitige Paderborner Führung. Letztlich entschied dann Tigges mit seinem zweiten Kopfballtreffer die Partie, wobei Dresdens Schlussmann Tim Schreiber bei diesem Tor nicht gut aussah.
Bedeutung für das Aufstiegsrennen
Der Sieg war für Paderborn nach zuletzt nur zwei Remis in den vorangegangenen Spielen von großer Bedeutung. Die Mannschaft bewies Charakterstärke, indem sie ein Rückstandsspiel drehte und damit im engen Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga wichtige Punkte sicherte. Die Entscheidung von Trainer Kettemann, Tigges als Joker einzuwechseln, zahlte sich dabei voll aus und unterstrich die taktische Flexibilität der Paderborner Mannschaft.
Für Dynamo Dresden bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, während Paderborn mit diesem wichtigen Dreier weiterhin ambitionierte Aufstiegspläne verfolgen kann. Die Kopfballstärke von Steffen Tigges entwickelt sich dabei zu einem entscheidenden Faktor in der Rückrunde der Zweitligasaison.



