Vagnomans DFB-Comeback endet mit Enttäuschung
Sein erstes Länderspiel seit dem Debüt vor drei Jahren wird Josha Vagnoman wohl nicht in positiver Erinnerung behalten. Der 25-jährige Rechtsverteidiger wurde beim 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana am Montag in Stuttgart in der 61. Minute eingewechselt – und lieferte eine enttäuschende Vorstellung ab.
Schwacher Auftritt mit Folgen
Vagnoman übernahm die Position von Joshua Kimmich auf der rechten Abwehrseite, konnte jedoch nicht für die erhoffte Stabilität sorgen. Bereits in seinen ersten Aktionen wirkte der Stuttgarter unsicher und hatte in Zweikämpfen an der Außenlinie erhebliche Probleme. Die entscheidende Schwachstelle zeigte sich beim Gegentor: Derrick Köhn von Union Berlin umspielte Vagnoman mühelos und bereitete von der Grundlinie das 1:1 vor.
ARD-Experte Bastian Schweinsteiger kritisierte das defensive Verhalten deutlich: „Da darf er nicht so schnell draufgehen.“ Zwar fand Vagnoman in der Folge zu einigen soliden Aktionen, doch der insgesamt schwache Eindruck – in der BILD-Wertung mit der Note 5 bewertet – ließ sich nicht mehr korrigieren.
WM-Traum vorerst geplatzt
Die Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte für viele Beobachter überrascht, da Vagnomans Leistungen beim VfB Stuttgart durchaus überzeugten. Doch nach diesem enttäuschenden Kurzeinsatz scheint die WM-Chance des Rechtsverteidigers erst einmal vertan. Nach dem Spiel verließ Vagnoman frustriert das Stadion und äußerte sich nicht zu seiner Leistung.
Nun muss der 25-Jährige in der verbleibenden Saison mit dem VfB Stuttgart zeigen, dass der DFB-Ausrutscher eine Ausnahme bleibt. Nur überzeugende Auftritte auf Vereinsebene könnten ihm eine zweite Chance unter Nagelsmann eröffnen – die Hoffnung darauf bleibt sein einziger Lichtblick nach diesem denkwürdigen Abend in Stuttgart.



