Im Halbfinal-Hinspiel der Europa League zwischen dem SC Freiburg und einem noch nicht bekannten Gegner sorgte ein umstrittener Elfmeterpfiff für reichlich Diskussionsstoff. Der Videobeweis (VAR) hatte den Schiedsrichter zu einer Entscheidung bewogen, die von vielen als fragwürdig eingestuft wurde. Freiburgs Cheftrainer Julian Schuster äußerte sich nach dem Spiel deutlich: „Im Halbfinale brauchst du eine Linie“, kritisierte er die Entscheidung und deutete damit an, dass in solch wichtigen Spielen klare Kriterien für Elfmeterentscheidungen gelten müssen.
Der strittige Elfmeter
Die Szene ereignete sich in der 67. Minute, als ein Freiburger Verteidiger im eigenen Strafraum einen gegnerischen Spieler leicht berührte. Der Schiedsrichter ließ zunächst weiterspielen, wurde jedoch vom VAR an den Bildschirm gerufen. Nach Ansicht der Videobilder entschied er auf Strafstoß, was bei den Freiburgern auf Unverständnis stieß. „Für mich war das kein klarer Fehler. Der Kontakt war minimal und der Spieler ist theatralisch gefallen“, erklärte Schuster nach der Partie.
Reaktionen und Folgen
Der Elfmeter wurde verwandelt und brachte den Gegner mit 1:0 in Führung. Am Ende verlor Freiburg das Hinspiel mit 0:1, sodass die Entscheidung des VAR direkten Einfluss auf das Ergebnis hatte. „Solche Entscheidungen können über das Weiterkommen entscheiden. Das ist bitter für uns“, ergänzte Schuster. Die Diskussion um die VAR-Entscheidung wird in den kommenden Tagen sicherlich weitergehen, denn auch Experten zeigten sich uneins über die Strafbarkeit der Aktion.
Für den SC Freiburg heißt es nun, im Rückspiel die Wende zu schaffen. Die Mannschaft muss mindestens ein Tor erzielen, um noch eine Chance auf den Finaleinzug zu haben. „Wir werden alles geben, um das zu korrigieren. Die Mannschaft hat Moral und Qualität“, so Schuster abschließend.



