Nach Zoff in WM-Qualifikation: Vasilj deutet Karma bei Donnarumma an
Die Szene sorgte weltweit für Aufsehen. In den entscheidenden WM-Play-offs zwischen Bosnien und Italien versuchte Italiens Star-Torwart Gianluigi Donnarumma (27) von Manchester City, ein Stück Papier zu zerstören. Es handelte sich dabei um den Elfmeter-Spickzettel seines bosnischen Kontrahenten Nikola Vasilj (30) vom FC St. Pauli.
Bosnien triumphiert im Elfmeter-Duell
Das Strafstoß-Duell endete mit einem klaren 4:1-Sieg für Bosnien, das sich damit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 qualifizierte. Die Italiener müssen dagegen zum dritten Mal in Folge auf eine WM-Teilnahme verzichten. Vasilj, der Bundesliga-Torwart von St. Pauli, äußerte sich nach dem Spiel mit einem verblüffenden Kommentar.
"Ich will das gar nicht zu sehr kommentieren. Ich bin nur froh, dass wir das Spiel gewonnen haben", sagte Vasilj. Mit dem Lächeln des Siegers fügte er hinzu: "Manche Leute sagen, es war Karma!" Der Begriff Karma stammt aus dem Buddhismus und Hinduismus und beschreibt ein universelles Gesetz, wonach positive Taten positives Karma (Glück) erzeugen und negative Taten das Gegenteil (Leid).
Donnarummas unsportliche Aktion
Vasilj schilderte den Vorfall detailliert: "Es war das erste Mal, dass mir so etwas passiert ist. Am Anfang konnte ich es gar nicht glauben. Dann habe ich versucht, den Schiedsrichter zu überzeugen, dass es eine Gelbe Karte ist." Eine zweite Gelbe Karte für Donnarumma hätte dessen Platzverweis bedeutet. "Das war wirklich unsportlich", kritisierte der bosnische Torwart.
Die Aktion erwies sich als sinnlos, wie Vasilj verriet: "Wir waren gut vorbereitet. Unser Staff hatte eine Kopie des Zettels. Das wusste ich nicht. Den haben sie mir dann gegeben." In der Folge verschossen die Italiener ihre Elfmeter (einer ging über das Tor, einer traf die Latte), während Bosnien traf und sich damit zum zweiten Mal nach 2014 für eine Weltmeisterschaft qualifizierte.
Historischer Erfolg für Bosnien
Vasilj betonte die Bedeutung dieses Erfolgs: "Das ist ein großes Ding für unser Land. Ich bin glücklich, dass ich diese Erfahrung machen kann." Die WM 2026 wird erstmals in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen und mit 48 statt bisher 32 Teams erweitert.
Der Schiedsrichter Clément Turpin (43) stand während des Zwischenfalls zwischen den beiden Torhütern und musste die Situation schlichten. Italiens Kapitän Donnarumma und seine Mannschaft müssen nun erneut die bittere Pille schlucken, während Bosnien die Reise zur WM antreten kann.



