Nach gewalttätigen Ausschreitungen: VfB Lübeck ergreift drastische Maßnahmen
Der traditionsreiche VfB Lübeck, der bereits im Jahr 1919 gegründet wurde, sieht sich gezwungen, nach einer schweren Massenschlägerei zwischen zwei verfeindeten Fangruppen einzugreifen. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen, die sich rund um das Heimspiel gegen die U21 des HSV ereigneten, haben den Viertligisten nun zu einem radikalen Sicherheitskonzept veranlasst.
Strikte Trennung bis zum Saisonende
Für die verbleibenden vier Heimspiele in dieser Saison, beginnend mit dem Stadtderby am Sonntag gegen den 1. FC Phönix Lübeck, werden die beiden Fangruppen „UKL“ und „Halunken“ strikt voneinander getrennt. Der Verein, der aktuell den neunten Platz in der Regionalliga Nord belegt, hat diese Entscheidung nach sorgfältiger Abwägung aller Aspekte und unter Berücksichtigung behördlicher Vorgaben getroffen.
Die Pappelkurve, der traditionelle Versammlungsort der Hardcore-Fans, bleibt bis zum Saisonende vollständig geschlossen. Ebenso wird das Contidorf, ein beliebter Fantreffpunkt hinter der Kurve, nicht zugänglich sein. Diese Maßnahmen sollen weitere gewalttätige Konfrontationen verhindern und die Sicherheit aller Stadionbesucher gewährleisten.
Neue Zuweisung der Fanblöcke
In einem offiziellen Statement erläutert der VfB Lübeck die detaillierte Umsetzung des neuen Konzepts. „Ein Ausweichen auf die Sitzplatzbereiche ist angesichts der gemeinsam mit den Sicherheitspartnern vorgenommenen Risikobewertung und auf Rücksicht der dort sitzenden zum Teil langjährigen Dauerkarteninhaber weiterhin keine Option“, heißt es darin.
Stattdessen werden die Fangruppen auf separate Bereiche verteilt:
- Der Fangruppe UKL wird der reaktivierte Block F2 zwischen der überdachten Pappelkurve und der Sparkassen-TRIBÜNE zugewiesen.
- Die Halunken verbleiben weiterhin im Block B.
- Die Blöcke D und E stehen allen neutralen VfB-Fans zur Verfügung.
Diese räumliche Trennung soll Spannungen minimieren und ein friedliches Stadionerlebnis für alle Anhänger des Traditionsklubs ermöglichen. Der Verein betont, dass diese Maßnahmen unausweichlich waren, um die Sicherheit und Ordnung im Stadion an der Lohmühle zu wahren.



