Dritter Sieg in Serie: VFC Anklam dreht 1:3-Rückstand zu 4:3-Heimsieg
VFC Anklam dreht 1:3-Rückstand zu 4:3-Heimsieg

Dritter Sieg in Serie: VFC Anklam dreht 1:3-Rückstand zu 4:3-Heimsieg

Im Heimspiel gegen Aufsteiger Kickers JuS 03 holten die Peenestädter noch einen Zwei-Tore-Rückstand auf und drehten die Partie nach der Pause. Der perfekte Start in die zweite Halbserie für die Landesliga-Fußballer des VFC Anklam konnte kaum besser laufen: Mit dem dritten Sieg im dritten Rückrundenspiel haben die Vorpommern ein deutliches Ausrufezeichen im Abstiegskampf gesetzt und dabei eindrucksvoll ihre Moral unter Beweis gestellt.

Rückstand zur Pause und spektakuläre Wende

Nach einer schwachen ersten Halbzeit und einem 1:3-Rückstand zur Pause drehten die Gastgeber die Partie gegen Aufsteiger Kickers JuS noch und sicherten sich am Ende einen verdienten 4:3-Erfolg. VFC-Spielertrainer Tom Fraus konnte seinem Team dabei weder auf dem Platz noch von der Seitenlinie aus helfen. Ein hartnäckiger grippaler Infekt setzte ihn außer Gefecht. Stattdessen verfolgte er die Partie per Livestream und richtete sich in der Halbzeitpause per Handy an seine Mannschaft – mit offenbar durchschlagender Wirkung.

„Ich freue mich riesig für die Jungs. Der Aufwand, den wir im Verlauf der Rückrundenvorbereitung betrieben haben, macht sich bezahlt“, erklärte der VFC-Verantwortliche. Die Mannschaft zeigte nach der Pause eine völlig veränderte Leistung und übernahm die Kontrolle über das Spielgeschehen.

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Comeback von Kapitän Pribbernow

VFC-Kapitän Sascha Pribbernow stand nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison in der Startelf und erlebte dabei ein Wechselbad der Gefühle. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft endlich wieder auf dem Platz helfen kann. Leider verlief die erste Halbzeit ganz und gar nicht nach unseren Vorstellungen. Wir haben es dem Gegner viel zu leicht gemacht“, so der Anklamer.

Dabei waren die Hausherren zunächst ordentlich in die Partie gestartet, ließen jedoch ihre ersten Möglichkeiten ungenutzt. Die kalte Dusche folgte in der 15. Minute, als die Gäste ihre erste Chance zur Führung nutzten. Nur drei Minuten später zappelte der Ball erneut im Anklamer Tornetz – ausgerechnet nach einem Eigentor von Pribbernow. „Der Ball war zuvor klar im Aus“, ärgerte sich der VFC-Kapitän.

Anklamer zeigen Reaktion und kämpfen sich zurück

Seine Mannschaft zeigte allerdings eine Reaktion und meldete sich in der 26. Minute zurück: Nachdem Paul Freimark zunächst am JuS-Torhüter gescheitert war, verwertete Maximilian Paul den Abpraller zum 1:2. Wenig später vergab Jan-Patrick Bruhns die Chance zum Ausgleich, während VFC-Keeper Tim Kietzmann in der 30. Minute mit einer Glanzparade das 1:3 verhinderte.

Reichlich Dusel hatten die Peenestädter in der 33. Minute, als ein JuS-Akteur freistehend am Tor vorbeischoss. Dennoch fiel in der 38. Minute das 1:3, als die Platzherren nach einem eigenen Eckball klassisch ausgekontert wurden. Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Fraus-Kicker dann wie ausgewechselt.

Dreifache Torgefahr und späte Entscheidung

Nach Vorarbeit von Bruhns verkürzte erneut Paul in der 51. Minute aus spitzem Winkel auf 2:3. Defensiv ließ der VFC nach der Pause nichts mehr anbrennen und fand offensiv immer besser ins Spiel. In der 78. Minute scheiterten Marvin Schulz und Paul am gegnerischen Keeper, ehe Paul Freimark drei Minuten später im Strafraum nur per Foulspiel zu stoppen war.

Den fälligen Elfmeter verwandelte Dennis Wolf sicher zum 3:3. Die Gastgeber blieben auf dem Kunstrasenplatz dran: In der 88. Minute fischte der JuS-Torhüter einen Distanzschuss von Bruhns noch aus der Dreiangel. In der ersten Minute der Nachspielzeit war es dann so weit: Nach einem Freistoß von Pribbernow vor das gegnerische Tor störte Alexander Schadofske seinen Gegenspieler entscheidend, ein JuS-Spieler beförderte den Ball schließlich ins eigene Netz – 4:3 und großer Jubel bei den Anklamern.

Verdienter Sieg und Ausblick

„Ganz egal, wie das Tor gefallen ist. Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet und verdient gewonnen. Wir hatten den Gegner nach der Pause voll im Griff“, betonte Pribbernow. Dennis Wolf hatte kurz darauf sogar noch die Chance, auf 5:3 zu erhöhen, ließ diese jedoch ungenutzt.

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Mit nun 16 Punkten auf dem Konto haben die Anklamer bereits mehr Zähler gesammelt als in der gesamten Hinrunde und liegen weiterhin auf Rang elf. Weiter geht es für den VFC am 11. April mit dem Derby beim TSV Friedland. Die Mannschaft hat damit gezeigt, dass sie trotz schwieriger Ausgangslage kampfstark und moralisch gefestigt ist.

VFC Anklam spielte mit: Kietzmann - Möhr, Pribbernow, Behm, Haack (53. Grote), Paul, Zeidler, Wolf, Bruhns, Freimark (90. Raßmann), Schulz (84. Schadofske). Die spektakuläre Aufholjagd bleibt den Fans sicherlich noch lange in Erinnerung und gibt Hoffnung für die verbleibenden Spiele der Saison.