Cottbus-Trainer Wollitz wütet: 3. Liga als 'Kirmesliga' – fordert VAR und TV-Geld-Reform
Wollitz wütet: 3. Liga als 'Kirmesliga' – fordert Reformen

Cottbus-Trainer Wollitz rechnet mit der 3. Liga ab: 'Kirmesliga' ohne einheitliche Linie

Vor dem Spitzenspiel bei Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr/MagentaSport) hat Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) einen bemerkenswerten Rundumschlag gegen die Strukturen der 3. Liga gestartet. Der erfahrene Coach spricht offen von einer 'Kirmesliga' und fordert grundlegende Reformen.

Wollitz: 'Wir werden nicht erhört' – Forderung nach Trainertagung

„Es gibt viele Kollegen, die sagen, es sei eine Kirmesliga, da es keine einheitliche Linie gebe. Wir werden aber nicht erhört“, erklärt Wollitz auf der Pressekonferenz. Der Trainer fordert deshalb eine regelmäßige Trainertagung, um die Anliegen der Vereine besser zu vertreten und Gehör zu finden.

Videobeweis für die 3. Liga: 'Fehler dürfen einfach nicht passieren'

Besonders stört Wollitz der Umgang mit strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen. Immer wieder habe es Fehlentscheidungen gegeben, die seiner Meinung nach in einer Profiliga nicht vorkommen dürften. „Auch wenn ich nicht weiß, ob es dadurch gerechter werde. Das ist eine Profiliga. Und da sind Fehler passiert, die dürfen einfach nicht passieren“, so der Cottbus-Trainer, der den Videobeweis (VAR) auch für die 3. Liga ins Spiel bringt.

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Interessanterweise nimmt Wollitz die Schiedsrichter selbst ausdrücklich in Schutz. Seine Kritik richtet sich vielmehr an die Schiedsrichter-Beobachter: „Entscheidend sind die Schiedsrichter-Beobachter, weil sie alles von den Referees erwarten.“ Der dadurch entstehende hohe Druck führe dazu, dass Unparteiische in kniffligen Situationen nicht immer richtig reagierten.

TV-Gelder: Wollitz fordert Verteilung nach Tabellenplatz und Verdoppelung der Summe

Auch bei der Vergabe der TV-Gelder sieht der Cottbus-Trainer dringenden Reformbedarf. Hintergrund ist die Neuausschreibung der Rechte ab der Saison 2027/2028. Wollitz fordert eine stärkere Kopplung der Verteilung an den Tabellenplatz am Ende der Saison: „Es entsteht eine andere Situation, wenn ich am Ende 2 Plätze höher liege und dann auch mehr TV-Gelder erhalte. Das macht den Wettbewerb interessanter.“

Zudem verlangt der Trainer eine deutliche Erhöhung der Gesamtsumme: „Minimum ist das Doppelte.“ Diese Forderung unterstreicht seine Überzeugung, dass die 3. Liga mehr Wertschätzung und finanzielle Unterstützung verdient.

Auf- und Abstiegsregelung: Forderung nach mehr Fairness und mehr Aufsteigern

Die aktuelle Auf- und Abstiegsregelung hält Wollitz für ungerecht. Er fordert das Aufstiegsrecht für jeden Regionalliga-Meister. Bislang steigen nur drei Titelträger direkt auf, zwei weitere Meister müssen in einer Relegation um den letzten Platz kämpfen.

„Aus meiner Sicht kann es nur diese Fairness geben mit 22 Vereinen, macht 5 Absteiger und 5 Aufsteiger. Dann hast Du 4 Spiele mehr und es können mehr aufsteigen“, erklärt Wollitz am Ende seines Rundumschlags. Diese Reform würde seiner Meinung nach für mehr Dynamik und Gerechtigkeit im Ligabetrieb sorgen.

Die umfassende Kritik des erfahrenen Trainers zeigt deutlich, dass in der 3. Liga aus Sicht der Vereine Handlungsbedarf besteht. Obwohl die Liga offiziell als Profiliga geführt wird, sieht Wollitz erhebliche Defizite in der Organisation, der finanziellen Ausstattung und den sportlichen Rahmenbedingungen.

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