DHB-Frauen vor EM-Qualifikationsfinale: Döll hofft auf interessante Spiele ohne Spannung
DHB-Frauen vor EM-Qualifikationsfinale: Interessante Spiele ohne Spannung

Handball-EM-Qualifikation: Deutsche Frauen starten mit neuer Energie ins Finale

Die deutschen Handballerinnen treten mit einer Mischung aus Vorfreude und Gelassenheit in die entscheidende Phase der EM-Qualifikation ein. Nach vier souveränen Siegen in vier Spielen steht das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch bereits als sicherer Gruppenerster fest und hat sich damit frühzeitig für die Europameisterschaft qualifiziert. Die letzten beiden Qualifikationsspiele gegen Nordmazedonien und Belgien dienen nun vor allem der Vorbereitung auf das große Turnier.

Kapitänin Döll: „Interessant, aber nicht spannend“

Kapitänin Antje Döll brachte die Stimmung im Team präzise auf den Punkt: „Ich bin mit viel Vorfreude angereist. Es sind viele neue Gesichter dabei. Es werden zwei interessante Spiele“, erklärte die erfahrene Spielerin bei einem Medientermin in Großwallstadt. Mit einem Augenzwinkern fügte sie jedoch hinzu: „Spannend werden sie hoffentlich nicht.“ Diese Aussage unterstreicht die selbstbewusste Haltung des DHB-Teams, das als Vize-Weltmeisterinnen natürlich hohe Ambitionen hat, aber in diesen Spielen bewusst den Druck herausnehmen möchte.

Die sportliche Bedeutung der Begegnungen ist tatsächlich überschaubar, da die Qualifikation bereits gesichert ist. Dennoch nutzt Bundestrainer Gaugisch die Gelegenheit, um gezielt junge Talente an die Nationalmannschaft heranzuführen. Drei Spielerinnen stehen sogar vor ihrem Debüt im A-Team:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Chiara Rohr (Außen)
  • Jana Walther (Außen)
  • Aylin Bornhardt (Kreisläuferin)

Alle drei waren maßgeblich am Gewinn der Goldmedaille bei der U19-Europameisterschaft im vergangenen Sommer beteiligt und sollen nun wertvolle internationale Erfahrung sammeln.

Gaugisch setzt auf Entwicklung und Teamgeist

Bundestrainer Markus Gaugisch zeigte sich begeistert von den ersten Trainingseindrücken mit der erweiterten Mannschaft. „Es macht saumäßig doll Spaß, weil man das macht, was man so gern macht: entwickeln“, betonte der Coach. Er räumte zwar ein, dass es durch die neuen Spielerinnen „das ein oder andere Abstimmungsproblem“ geben könnte, ist aber überzeugt: „Wir werden uns weiterentwickeln.“

Während etablierte Kräfte wie Emily Vogel und Xenia Smits diesmal pausieren und Torhüterin Katharina Filter erst zum zweiten Spiel dazustößt, steht die Mannschaft geschlossen hinter der gemeinsamen Mission. Abwehrchefin Aimée von Pereira gab die klare Marschroute vor: „Ich hoffe, dass jeder mit voller Energie reingeht.“

Blick richtet sich bereits auf EM-Endrunde

Die eigentliche Herausforderung wartet im Dezember: Vom 3. bis 20. Dezember 2026 findet die EM-Endrunde in fünf Ländern statt – Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei. Die deutschen Handballerinnen wollen dort an ihre starken Leistungen der letzten Jahre anknüpfen und den Titel gewinnen.

Die Auslosung der EM-Gruppen erfolgt am 16. April im polnischen Kattowitz, kurz nach Abschluss der Qualifikation. Bis dahin konzentriert sich das DHB-Team voll auf die beiden letzten Testspiele: Am Mittwoch trifft die Mannschaft in Skopje auf Nordmazedonien (18.00 Uhr, Übertragung auf Dyn und sportschau.de), am Sonntag folgt das Heimspiel gegen Belgien in Hamm (18.00 Uhr, Dyn und ProSieben MAXX).

Für Bundestrainer Gaugisch sind diese Begegnungen eine wertvolle Gelegenheit, die Tiefe des Kaders zu testen und junge Spielerinnen an internationale Wettkampfbedingungen zu gewöhnen. Gleichzeitig soll die bereits qualifizierte Mannschaft ihren Rhythmus finden und optimal auf die EM vorbereitet werden. Die Kombination aus erfahrenen Leistungsträgern und hungrigen Nachwuchstalenten könnte sich als perfekte Mischung für die kommenden Herausforderungen erweisen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration