Historischer Punkt in Kiel: Eisenach feiert 30:30 gegen THW trotz Führung
Der ThSV Eisenach hat in der Handball-Bundesliga die ganz große Sensation gegen den Rekordmeister THW Kiel nur haarscharf verpasst. Die Thüringer vergaben in der dramatischen Schlussphase eine klare Drei-Tore-Führung, sicherten sich aber mit einem 30:30 (16:13) dennoch einen historischen Punktgewinn. Für die Wartburgstädter war es der erste Punkt überhaupt in Kiel und erst der zweite Auswärtszähler in der gesamten laufenden Saison.
Spikic als Rückgrat der Thüringer Defensive
Eisenachs Torhüter Matija Spikic zeigte in der Ostseehalle eine überragende Leistung und war maßgeblich für das starke Abschneiden seiner Mannschaft verantwortlich. Die Thüringer, die den Norddeutschen bereits im Hinspiel mit 27:27 einen Punkt abgenommen hatten, starteten erneut blendend. Über ein frühes 3:0 in der vierten Minute bauten die Gäste ihre Führung bis auf 12:7 in der 20. Minute aus. Der THW Kiel fand einfach nicht ins Spiel und scheiterte immer wieder am herausragenden Eisenacher Schlussmann.
Dramatische Schlussphase mit glücklichem Remis für Kiel
Auch nach dem Seitenwechsel tat sich der Rekordmeister weiterhin schwer. Erst der Färinger Elias Ellefsen á Skipagøtu schaffte beim 21:22 in der 45. Minute wieder den Anschluss. Eisenach behauptete die Führung jedoch hartnäckig bis in die Endphase des Spiels. Noch in der 59. Minute stand es 30:27 für die Gäste und eine historische Auswärtsniederlage des THW schien besiegelt. Doch dann zeigten Ellefsen á Skipagøtu und der zweimal nervenstarke Lukas Zerbe von der Siebenmeterlinie noch einmal ihre Qualität und erzwangen das glückliche Remis für den THW Kiel.
Beste Werfer der Partie waren Elias Ellefsen á Skipagøtu mit acht Treffern für den THW und Moritz Ende mit sechs Toren für die Gäste aus Eisenach. Dieser Punktgewinn bedeutet für den ThSV Eisenach nicht nur einen historischen Erfolg, sondern auch einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga.



