Handball-Trophäe nach Monaten im eigenen Keller aufgetaucht
Die vermisste Meisterschale der Handball-Bundesliga ist nach monatelanger Suche an einem überraschenden Ort wieder aufgetaucht: im eigenen Keller der Geschäftsstelle des deutschen Meisters Füchse Berlin. Bei einer routinemäßigen Inventur entdeckten Mitarbeiter die wertvolle Trophäe hinter verstaubten Kartons in einem selten genutzten Kellerraum.
Polizei ging zunächst von Einschmelzung aus
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin bestätigte, dass die Schale in einem Koffer gefunden wurde. Bereits im Februar wurde der Fund gemacht, doch die Füchse hielten sich bedeckt, da die Polizei ein zweites Mal Beweise sichern musste. Ursprünglich war die Meisterschale im November aus den Räumlichkeiten am Gendarmenmarkt verschwunden, woraufhin der Club einen Diebstahl meldete.
Nach Angaben von Geschäftsführer Bob Hanning nutzten die Diebe einen Generalschlüssel und einen Transponder für den Einbruch. Die Polizei fasste zwei Verdächtige, fand bei Durchsuchungen aber keine Trophäe. Lange bestand die Vermutung, dass die Schale bereits eingeschmolzen worden sei – eine These, die sich nun als falsch herausstellte.
Täter versteckten Trophäe offenbar für späteren Abtransport
Die Füchse vermuten, dass die Täter die Meisterschale im Keller versteckten, um sie später abzuholen. „Das Bekanntmachen der Thematik veranlasste sie vermutlich jedoch dazu, davon abzusehen“, erklärte der Club in einer Mitteilung. Die Generalstaatsanwaltschaft betonte, dass der Tatverdacht weiterbesteht, da bei den Verdächtigen Gegenstände aus über 25 weiteren Straftaten sichergestellt wurden.
Liga-Chef Frank Bohmann hatte den Füchsen bereits eine neue Trophäe in Aussicht gestellt. „Die ist nun nicht mehr nötig. Der Auftrag wurde storniert“, sagte Hanning erleichtert. Die überraschende Wendung im Fall der vermissten Meisterschale sorgt in der Handball-Szene für Erleichterung und Kopfschütteln zugleich.



