Handball-Stars in Parkplatz-Not: LSB blockiert Zufahrt vor Spiel
Handball-Stars in Parkplatz-Not vor European-League-Spiel

Hannover am Dienstagnachmittag, zwei Stunden vor dem Anwurf des Viertelfinal-Rückspiels in der Handball-European-League zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der SG Flensburg-Handewitt. Hannover-Burgdorfs Sportchef Sven-Sören Christophersen (40) steht auf der Straße vor der Swiss-Life-Hall und weist anfahrende Autos ab. Der Klub aus der Daikin Handball-Bundesliga in heller Aufregung, ausgelöst durch den Landessportbund Niedersachsen (LSB), der sich erstmals stur stellt.

Handball-Stars in Parkplatz-Not

Neben der Halle steht das LSB-Gebäude, auf dessen Parkplatz üblicherweise die Spieler und der Staff der TSV Hannover-Burgdorf parken. Auch am Dienstag versuchten sie ihr Glück – leider vergeblich. Der LSB weigerte sich, die Parkschranke zu öffnen, sodass die Spieler sich andere Parkplätze suchen mussten. Grund war eine eigene Veranstaltung des LSB, weshalb die Zufahrt verweigert wurde. Christophersen äußerte sich gegenüber SPORT BILD knapp: „Der LSB pocht auf sein Recht. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen ...“

Spielverlauf: Von Aufregung zu klarem Sieg

Um 18.45 Uhr war der Parkplatz-Ärger verraucht. Es ging um den Einzug in das Final4 der European League, das am 30. und 31. Mai in der Hamburger Barclays Arena ausgetragen wird. Das Hinspiel in der Vorwoche endete mit einem 39:39 – einem Handball-Tag der offenen Tür. Die Voraussetzungen im Rückspiel waren klar: Hannover-Burgdorf konnte es in das Final4 schaffen, Flensburg als Favorit musste es schaffen.

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Über 4000 Zuschauer in der ausverkauften Halle drehten nach sechs Minuten erstmals durch. Die Gastgeber führten 7:5, Flensburg kam holprig in die Partie. Die Gereiztheit stieg, während einer Spielunterbrechung gerieten Hannovers Kreisläufer Justus Fischer und Flensburg-Keeper Benjamin Buric aneinander (9.). Die nordmazedonischen Schiedsrichter Ismail Metalari und Nenad Nikolovski verhängten Zeitstrafen für beide. In der zehnten Minute sah Flensburgs Rechtsaußen Domen Novak Rot für ein Foul am Ex-Flensburger August Pedersen. Zur Pause führten die Gäste nach zwischenzeitlichem Drei-Tore-Rückstand mit 22:20.

Nach dem Wechsel ging es Schlag auf Schlag. Hannover-Burgdorf machte Fehler, Flensburg bestrafte sie und ging 25:20 in Führung. Hannovers Fischer hatte nach 33 Minuten bereits zwei Zeitstrafen auf dem Konto, die dritte bedeutete automatisch Disqualifikation. Flensburg wurde in seinen Aktionen immer sicherer und spielte den 43:35-Sieg am Ende völlig verdient nach Hause.

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