Feuerpanne bei Pokal-Feier: Füchse-Star Gidsel im brennenden Konfetti-Regen
Was als historischer Triumphmoment für die Füchse Berlin begann, entwickelte sich bei der DHB-Pokal-Siegerehrung zu einem gefährlichen Zwischenfall. Nach dem 42:33-Erfolg gegen den Bergischen HC und dem ersten Pokalgewinn seit zwölf Jahren schlug die Jubelstimmung plötzlich in blankes Entsetzen um.
Brennende Papierstreifen stürzen auf Spieler herab
Während das geplante Feuerwerk zur Siegerehrung abgefeuert wurde und Konfetti vom Hallendach regnete, ging die Pyrotechnik schief. Die bunten Papierstreifen aus der Konfettikanone fingen Feuer und stürzten als glühende Fetzen auf die ahnungslosen Handballprofis herab. Besonders betroffen waren Torhüter Lasse Ludwig und Welthandballer Mathias Gidsel, zwischen denen ein Feuerball niederging.
Der dänische Nationalspieler wurde an der rechten Schulter von den Flammen getroffen. „Ja, ich war einen kleinen Moment geschockt“, gestand Gidsel später. „Ich dachte kurz, mein Trikot brennt ein bisschen an, aber zum Glück war es nicht so groß. Vielleicht habe ich jetzt einen kleinen Brandfleck oder Loch im Hemd.“
Gidsel nimmt gefährliche Situation mit Humor
Trotz des Schreckens bewahrte der 27-jährige Superstar seine Gelassenheit. Mit typisch dänischem Understatement kommentierte er: „Die Siegerehrung war ein bisschen gefährlich, schwieriger als das Spiel.“ Auch Teamkollege Lasse Ludwig musste sich brennendes Papier vom Ärmel schütteln – ein Vorfall, der leicht hätte schlimmer enden können.
Die Füchse Berlin hatten zuvor im Final-Four-Turnier nach langer Durststrecke endlich wieder den DHB-Pokal gewonnen. Der Triumph gegen den Bergischen HC markierte einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, der jedoch durch die gefährliche Pyro-Panne getrübt wurde.
Kabinenstreich nach dem Zwischenfall
Der Abend sollte für Mathias Gidsel noch weitere Überraschungen bereithalten. Als der Welthandballer nach TV-Interviews in die Kabine zurückkehren wollte, hatten ihn seine Teamkollegen ausgesperrt. Mehrmals musste er gegen die Tür hämmern, bis sich diese endlich öffnete – nur um eine klebrige Bierdusche von Lukas Herburger und Kapitän Max Darj ins Gesicht zu erhalten.
Der Grund für diesen Kabinenstreich: Gidsel hatte zuvor im Interview scherzhaft seinen Kapitän ermahnt, nicht zu viel zu feiern, da am Donnerstag ein wichtiges Spiel gegen Gummersbach anstehe. Darjs Antwort war eindeutig: „Das ist mir egal, was du machst, ich trinke heute Bier. Ich lebe im Hier und Jetzt.“
Die Sicherheitsvorkehrungen bei Pyrotechnik-Einsätzen im Sport werden nach diesem Vorfall sicherlich neu diskutiert werden müssen. Für die Füchse Berlin bleibt trotz des Schreckensmoments der historische Pokalerfolg ungetrübt im Gedächtnis.



