Handball-Trainer Siewert plant Comeback: Gerüchte um Flensburg-Nachfolge
Nach einem vielversprechenden Saisonstart hat der Handball-Großklub SG Flensburg-Handewitt in jüngster Zeit zunehmend mit Problemen zu kämpfen. Sowohl in der European League als auch in der Bundesliga musste die Mannschaft gleich drei Niederlagen gegen den Nord-Rivalen THW Kiel hinnehmen. Zudem stürzte der Verein aus den Champions-League-Rängen der Daikin HBL ab. Laut Informationen der BILD wächst die Unruhe rund um Trainer Ales Pajovic (47) – und erste Gerüchte über mögliche Nachfolger kursieren bereits.
Jaron Siewert als heißer Kandidat im Gespräch
Einer der genannten Namen ist Jaron Siewert. Der 32-jährige Meistertrainer, der im September 2025 bei den Füchsen Berlin freigestellt worden war, soll sogar bereits Kontakt mit Flensburg gehabt haben. In einem aktuellen Interview mit Dyn machte Siewert öffentlich, dass er einen neuerlichen Schlaganfall erlitten hat. Gleichzeitig betonte er deutlich, dass er in naher Zukunft wieder als Trainer arbeiten möchte.
Allerdings dementierte Flensburgs Geschäftsführer Holger Glandorf die Siewert-Gerüchte gegenüber der „Flensborg Avis“ entschieden. Auch Spekulationen um Misha Kaufmann vom TVB Stuttgart wies die SG-Führung zurück. Trotz dieser offiziellen Stellungnahmen halten sich die Gerüchte hartnäckig.
Wachsende Zweifel an Trainer Pajovic
Nach BILD-Informationen nehmen bei der sportlichen Führung um Sportdirektor Ljubomir Vranjes (52) und Glandorf in den letzten Wochen die Bedenken ebenso zu wie die Unruhe innerhalb des Vereins. Die Zweifel an Pajovic wachsen stetig. Das Ziel der Flensburger ist seit Jahren eindeutig: Mindestens die Qualifikation für die Champions League wird angestrebt, ebenso der erste Meistertitel seit 2019.
Immerhin verfügt der Nord-Klub über einen hochkarätigen Kader mit sechs dänischen Welt- und Europameistern sowie deutschen Top-Stars wie DHB-Kapitän Johannes Golla (28) und Rückraum-Ass Marko Grgic (22). Ales Pajovic, der seit Januar 2025 Trainer bei der SG Flensburg-Handewitt ist, steht unter zunehmendem Druck.
Verein scheut erneuten Trainerwechsel
In Flensburg scheut man sich offenbar noch vor einem erneuten Trainerwechsel. Im April 2023 wurde Meister-Macher Maik Machulla entlassen, im Dezember 2024 traf es dessen Nachfolger Nicolej Krickau. Ein erneutes Trainerfeuer so kurz nach diesen Wechseln könnte das Image des einstigen Vorzeige-Klubs nachhaltig beschädigen, fürchten einige Verantwortliche.
Spätestens seit dem Wiederbeginn im Februar zeigt der Trend bei der SG nach unten. Dies dürfte auch an der hohen Belastung der Nationalspieler liegen, ein Problem, mit dem selbst der SC Magdeburg zu kämpfen hat. Dennoch gibt es nach Informationen von BILD spürbare Unruhe im SG-Kader, die Pajovic nur schwer unter Kontrolle bekommt.
Nebenkriegsschauplätze verschärfen die Situation
Die Situation wird durch weitere Faktoren verschärft: Der deutsche Nationalspieler Luca Witzke soll immer wieder auf einen Abgang drängen, wie die SPORT BILD berichtete. Zudem hätte der dänische Topstar Simon Pytlick dem Vernehmen nach kein Problem damit, wenn sein Wechsel zu den Füchsen Berlin bereits im Sommer 2026 und nicht erst wie geplant 2027 erfolgen würde.
Die Kombination aus sportlichen Rückschlägen, internen Unruhen und personellen Unsicherheiten stellt die SG Flensburg-Handewitt vor erhebliche Herausforderungen. Während Jaron Siewert sein Comeback plant, muss der Verein entscheiden, wie er mit der schwierigen Situation um Trainer Pajovic umgeht – ohne dabei das eigene Image zu gefährden.



