Mecklenburger Stiere retten spätes Unentschieden bei Blau-Weiß Berlin
Nach einer dreiwöchigen Spielpause mussten sich die Mecklenburger Stiere Schwerin in der Handball-Regionalliga Ostsee-Spree bei Blau-Weiß Berlin mit einem knappen 31:31-Unentschieden begnügen. Die Landeshauptstädter zeigten sich lange Zeit enttäuschend und retteten erst in der Schlusssekunde durch Daniel Lesniaks sechstes Tor wenigstens einen Punkt.
Enttäuschende erste Hälfte und spätes Erwachen
Die Mecklenburger Stiere starteten mit einer schwachen Defensivleistung in die Begegnung. Blau-Weiß Berlin nutzte die zahlreichen Lücken konsequent aus und baute bereits in der zehnten Minute mit 5:2 eine frühe Führung aus. Bis zur Halbzeit vergrößerten die Gastgeber ihren Vorsprung kontinuierlich auf 20:14. "Speziell vor dem Wechsel enttäuschten wir mit einer schlechten Defensivleistung. Die Blau-Weißen wurden praktisch zum Tag der offenen Tür eingeladen", analysierte Trainer Michael Gutsche die erste Spielhälfte.
Kritische Worte des Trainers zeigen späte Wirkung
Auch nach der Pause konnten die Stiere zunächst nicht an die gewohnte Leistung anknüpfen. Noch in der 40. Minute führten die Berliner mit 23:18 und gingen mit 26:22 in die entscheidende Schlussviertelstunde. "In der Tat fehlten von der Einstellung her ein paar Prozent. Das änderte sich erst, als man merkte, dass es knapp werden könnte", bemängelte Gutsche die mangelnde Kampfbereitschaft seiner Mannschaft. Erst in der 57. Minute gelang durch Joel Müller der erste Ausgleich zum 30:30.
Dramatischer Schluss und geretteter Punkt
In den letzten Minuten entwickelte sich ein packender Schlagabtausch. Nach einer letzten Auszeit der Stiere in der 55. Minute bei einem 27:30-Rückstand unterbrach Trainer Gutsche geschickt den Spielfluss der Berliner. Selbst eine Strafe gegen Matti Wagner in der 58. Minute überstand die Mannschaft. 49 Sekunden vor dem Abpfiff erzielte dann Daniel Lesniak mit seinem sechsten Treffer den endgültigen 31:31-Ausgleich und sicherte den Gästen aus Schwerin den wichtigen Punkt.
Die Torschützen der Mecklenburger Stiere:
- Runge (6/2)
- Schwaß (5)
- Lesniak (6)
- Lübbert (3)
- Wagner (3)
- Müller (3)
- Präkel (2)
- Gieratz (2)
- Ivanytsia (1)
Torhüter Sarrach und Raatz komplettierten die Aufstellung. Trotz des geretteten Punktes zeigte sich Trainer Michael Gutsche mit der Gesamtleistung unzufrieden: "Insgesamt wurden zu viele Bälle verworfen. Wir müssen uns dringend verbessern, wenn wir in dieser Liga bestehen wollen." Das Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten bedeutet für die Mecklenburger Stiere eine verpasste Chance im Kampf um bessere Tabellenplätze.



