Trainerwechsel beim SV Warnemünde: Tim Völzke verlässt den Klub nach drei Jahren
In der Handball-Regionalliga Ostsee-Spree spitzt sich der Abstiegskampf dramatisch zu. Für den SV Warnemünde fällt die Entscheidung über den Verbleib in der Liga in den letzten vier Spielen bis zum 9. Mai. Mitten in dieser kritischen Phase hat Trainer Tim Völzke bekannt gegeben, dass er den Verein zum Saisonende auf eigenen Wunsch verlassen wird.
Außenseiterrolle und letzte Chancen
Die Warnemünder befinden sich in einer prekären Situation. Mit lediglich 13:29 Punkten belegen sie aktuell Platz elf in der Tabelle. „Wir sind beim Lausitzer HC Cottbus krasser Außenseiter. Ärgern wollen wir die Gastgeber aber doch ein wenig“, erklärt Völzke. Ob der Verein überhaupt eine Meldung für die nächste Saison in der Regionalliga abgeben wird, steht noch in den Sternen.
Die verbleibenden Spiele sind allesamt Direktduelle gegen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt:
- Auswärts beim BFC Preußen (14:30 Punkte)
- Auswärts in Lübbenau (14:28 Punkte)
- Heimspiel im Derby gegen den HC Vorpommern Greifswald (13:29 Punkte)
- Saisonabschluss gegen Blau-Weiß Berlin (10:34 Punkte)
Spannende Konstellationen in der Liga
Während die Frauenliga bereits beendet ist, geht es bei den Männern noch bis Anfang Mai um jeden Punkt. Die Mecklenburger Stiere unter Trainer Michael Gutsche empfangen am Sonntag, den 12. April um 16 Uhr in der Halle an der Hamburger Allee die TSG Lübbenau.
Tim Völzke hofft auf Unterstützung von unerwarteter Seite: „Ich hoffe, dass die Stiere gegen Lübbenau einen Sieg einfahren und ihrer Favoritenrolle gerecht werden.“ Diese Aussage bezieht sich auf einige überraschende Ergebnisse der vergangenen Wochen. So hatte sich Lübbenau bei der SG Uni Greifswald/Loitz mit 36:29 durchgesetzt, während die Stiere dort zuvor mit 25:30 verloren hatten.
Entschlossene Haltung bei den Stieren
Aus dem Lager der Mecklenburger Stiere ist vor dem wichtigen Spiel gegen Lübbenau Entschlossenheit zu vernehmen: „Wir sind gewarnt und wollen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.“ Auch der scheidende Kapitän Matti Wagner, der nach Altenholz wechseln wird, verspricht vollen Einsatz: „Bis zum letzten Auftritt im Stiere-Trikot werde ich alles geben.“
Die letzten Wochen der Saison versprechen somit hohe Spannung in der Handball-Regionalliga Ostsee-Spree. Für den SV Warnemünde und Trainer Tim Völzke geht es nicht nur um den sportlichen Erfolg, sondern auch um einen würdigen Abschied nach drei gemeinsamen Jahren.



