Simon Zachenhuber will den Kabayel-Weg zum Box-Ruhm beschreiten
Dieses Wochenende steht im Zeichen eines spektakulären Box-Comebacks: Tyson Fury (37) kehrt vor 60.000 Zuschauern im Londoner Tottenham Stadium in den Ring zurück. Bei diesem Mega-Event wird auch ein deutscher Boxer im Rampenlicht stehen. Simon Zachenhuber (27) aus Bayern bestreitet einen der sechs Vorkämpfe und trifft auf den ebenfalls unbesiegten Pawel August (30).
„Das ist die größte Bühne, auf der ich bisher geboxt habe“, erklärt Zachenhuber mit spürbarer Vorfreude. Die Dimensionen sind tatsächlich beeindruckend: Nicht nur die riesige Live-Kulisse im Stadion, sondern auch die weltweite Netflix-Übertragung machen diesen Abend zu einem besonderen Ereignis. Der Streaming-Gigant mit über 300 Millionen zahlenden Abonnenten greift mit solchen Sport-Übertragungen zunehmend die traditionellen Medien an. Zuletzt verfolgten mehr als 30 Millionen Zuschauer den Kampf zwischen Anthony Joshua und Jake Paul im Dezember in Miami.
Das Vorbild Agit Kabayel
Diese einmalige Plattform wollen Zachenhuber und sein Trainer Conny Mittermeier optimal nutzen. Ihr Vorbild ist dabei klar: Agit Kabayel (33), der im Dezember 2023 als Außenseiter gegen Arslanbek Makhmudov (36) in Riad antrat und den Russen bereits in der vierten Runde durch technischen K.o. besiegte. Nach diesem Sieg nahm die Karriere des Bochumer Schwergewichts rasant Fahrt auf. Heute zählt Kabayel zu den absoluten Top-Stars der Box-Königsklasse.
Genau diesen Weg will nun auch Simon Zachenhuber gehen. Dafür arbeitet er mit Manager Lasse Krüger zusammen, der ebenfalls zum Team von Agit Kabayel gehört. Krüger hat Zachenhuber bei Goldstar Promotions von Spencer Brown untergebracht, der auch Kabayel betreut. Brown pflegt exzellente Kontakte zu allen Top-Promotern und könnte den Supermittelgewichtler nach Kabayel zum nächsten aussichtsreichen WM-Kandidaten aus Deutschland machen.
Zachenhubers vielversprechende Position
Die Ausgangsposition könnte kaum besser sein: Zachenhuber hat alle 28 Kämpfe seiner Profikarriere gewonnen und rangiert bei zwei der vier großen Boxverbände (WBO und IBF) unter den Top 10 der Welt. Beim unabhängigen Portal „BoxRec“ wird er weltweit auf Rang 14 geführt. Diese Platzierungen zeigen das enorme Potenzial des 27-jährigen Bayern.
Der Samstag in London könnte somit zu einem entscheidenden Karriereschritt werden. Ein überzeugender Auftritt vor Millionen von Zuschauern weltweit würde Zachenhuber nicht nur in der Boxwelt bekannt machen, sondern ihm auch den Weg zu noch größeren Kämpfen ebnen. Wie sein Vorbild Agit Kabayel könnte er dann zu einem neuen deutschen Box-Star aufsteigen und die Königsklasse nachhaltig prägen.



