Audi verliert Teamchef Wheatley nach nur zwei Rennen – Wechsel zu Aston Martin erwartet
Audi-Teamchef Wheatley verlässt Rennstall nach zwei Rennen

Audi muss Teamchef nach kurzer Amtszeit ersetzen

Der neue Formel-1-Rennstall Audi steht bereits nach nur zwei Saisonrennen vor einem bedeutenden Personalwechsel. Teamchef Jonathan Wheatley verlässt das Werksteam aus Ingolstadt überraschend. Der 58-jährige Brite, der maßgeblich am Neuaufbau des Teams beteiligt war, wird Audi „aus persönlichen Gründen“ den Rücken kehren. Dies bestätigte der Automobilhersteller am Freitag offiziell.

Wechsel zu Konkurrent Aston Martin im Raum

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge zieht es Wheatley zum britischen Konkurrenten Aston Martin. Dort könnte er eine Schlüsselrolle übernehmen und den renommierten Stardesigner Adrian Newey entlasten. Für beide wäre dies ein Wiedersehen: Von 2006 bis 2024 arbeiteten sie gemeinsam bei Red Bull Racing und waren an den Titelserien von Sebastian Vettel und Max Verstappen beteiligt.

Bei Audi übernimmt nun Mattia Binotto die Position des Teamchefs. Der Italiener bleibt zugleich Leiter des gesamten Formel-1-Projekts. Audi-CEO Gernot Döllner zeigte sich dankbar für Wheatleys Beitrag: „Wir sind Jonathan Wheatley dankbar für seinen Beitrag zum Projekt in der wichtigen Phase des Einstiegs und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ambitionierte Ziele trotz Personalwechsel

Döllner betonte, dass die strategische Ausrichtung des Teams unverändert bleibt: „Unsere Ausrichtung bleibt unverändert: Wir konzentrieren uns mit aller Kraft darauf, ein Hochleistungsteam aufzubauen, das ab 2030 um Weltmeisterschaften in der Formel 1 fährt.“ Der Rennstall war zur Saison 2026 aus dem Sauber-Team hervorgegangen, wo Wheatley bereits seit April 2025 gemeinsam mit Binotto eine Doppelspitze bildete.

Aston Martin unter der Leitung von Milliardär Lawrence Stroll verfolgt ebenfalls ambitionierte Ziele, erlebt jedoch einen schwierigen Saisonstart. Die Piloten Fernando Alonso und Lance Stroll konnten in den ersten beiden Rennen in Australien und China nicht ins Ziel kommen. Technische Probleme mit dem Honda-Motor, insbesondere starke Vibrationen, bereiten dem Team erhebliche Schwierigkeiten.

Audi mit gemischtem Saisonstart

Audi selbst startete mit gemischten Ergebnissen in die erste Formel-1-Saison der Markengeschichte. Das Auto zeigt Potenzial für den Kampf um Punkteränge, doch der deutsche Fahrer Nico Hülkenberg verpasste bisher die Top-10-Platzierungen. Sein Teamkollege Gabriel Bortoleto aus Brasilien erzielte beim Saisonauftakt in Australien als Neunter immerhin die ersten Weltmeisterschaftspunkte für das junge Team.

Der plötzliche Abgang von Wheatley nach nur zwei Rennen wirft Fragen zur Stabilität des neu formierten Audi-Teams auf. Gleichzeitig unterstreicht der erwartete Wechsel zu Aston Martin die hohe Nachfrage nach erfahrenen Führungskräften in der Königsklasse des Motorsports. Beide Teams müssen nun beweisen, dass sie ihre langfristigen Ambitionen trotz der personellen Veränderungen konsequent verfolgen können.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration